Schlagwort-Archive: Erneuerbare Energien

„Agro-Photovoltaik“ – droht das endgültige Aus für Bayerns Kulturlandschaften?

Es ist ja nicht so, dass Bayern von Tag zu Tag schöner wird. Im Gegenteil.  Gerade wurde bekannt, dass die Zubetonierung unserer Landschaften einen neuen Höhepunkt erreicht hat: Gut 13 Hektar werden im Freistaat laut einem aktuellen Bericht der Süddeutschen Zeitung Tag für Tag in  Verkehrs- und Siedlungsflächen umgewandelt, mit dramatischen Folgen für Landschaftsbilder und Artenvielfalt. Allen anders lautenden Beteuerungen der Staatsregierung zum Trotz.

Dass der Bau von Wind- und Solar-„Parks“ bei der Ermittlung des Flächenverbrauchs keine Rolle spielt, wird von den Grünen und den mit ihnen verbandelten Umweltverbänden übrigens klaglos hingenommen.  Und wenn wahr wird, was Wisssenschaftler und Energiewende geneigte Landwirte unweit des Bodensees gerade aushecken, könnte bald kein Halten mehr sein, wenn es darum geht, unsre Landschaften noch viel effizienter zu ruinieren. „Agro-Photovoltaik“ – droht das endgültige Aus für Bayerns Kulturlandschaften? weiterlesen

Gedanken zur Energiewende – ein Gastbeitrag von Werner J. Graf

Nach Art. 20 sind die Staatssäulen im Grundgesetz so definiert:

Demokratie – Rechtsstaat – Sozialstaat – Föderalismus

Im Zusammenhang mit dem EEG, den besonderen Regelungen im Baurecht (Art. 35), anderen gesetzlichen Regularien und den Verhaltensweisen der Windkraftlobby, von Politikern und Verwaltungsfachleuten sind diese Staatssäulen ganz, teilweise oder in bestimmten Teilaspekten in Gefahr. Sie besitzen nicht mehr ihre volle vom Grundgesetz her garantierte Gültigkeit. Unser Land und unser Staatswesen sind gefährdet. Gedanken zur Energiewende – ein Gastbeitrag von Werner J. Graf weiterlesen

Das Dilemma der Energiewende offenbart sich – Bayerischer Energiedialog endet ohne konkrete Ergebnisse

Was viele im Vorfeld vermuteten ist eingetreten: Der von November 2014 bis Januar 2015 dauernde Energiedialog endete ohne konkrete Ergebnisse. Zu dem Dialog eingeladen hatte das bayerische Wirtschaftsministerium unter der Leitung von Staatsministerin Ilse Aigner. Die in ihrer Abschlussrede gemachte Feststellung, der Energiedialog sei „ein Vorbild für einen modernen, lösungsorientierten Politikstil“, denn man habe „miteinander und nicht übereinander gesprochen“  (Abschlussrede Ilse Aigner v. 02.02.2015) zeigt die eigentliche Intention des bayerischen Wirtschaftsministeriums über die mehrere Monate  dauernde Veranstaltung: Man wollte sich modern, gesprächsbereit und betont bürgernah präsentieren. Konkrete Ergebnisse standen bewusst im Hintergrund und wurden auch nicht geliefert.

Die Bemerkung von Ilse Aigner, dass ein noch so ehrgeiziger Ausbau von Erneuerbaren und dezentralen Anlagen nichts daran ändern werde, dass Bayern und Deutschland noch viele Jahre auf konventionelle Kraftwerke angewiesen sein werden, ließ jedoch aufhorchen. Auch stellte die Ministerin in ihrer Pressemitteilung fest, dass „der Beitrag der Erneuerbaren zur Versorgungssicherheit beim gegenwärtigen Stand der Technik nur in eng begrenztem Umfang gesteigert werden kann. Bei einem weiter unkontrollierten Zubau gerade von Windkraft drohen uns nicht nur die Kosten der Energiewende aus dem Ruder zu laufen. Damit muss Schluss sein!“ (Pressemitteilung v. 02.02.2015)