Archiv der Kategorie: Klimawandel

Die „Quadratur des energiepolitischen Dreiecks“ – Plädoyer für eine funktionierende Klima- und naturverträgliche Energiepolitik

Das Handelsblatt hat Robert Habeck zum Ausklang des Jahres 2022 zum „Politiker des Jahres 2022“ hochgejubelt. Diese “Ehrung” ist angesichts der Entwicklung von Energiepreisen, der Inflation und einer deutlich schlechteren Wirtschaftsentwicklung als in anderen Industrienationen eine überraschende Auszeichnung.  Aber es geht wohl weniger um staatsmännische Leistungen als um den neuen „Stil“, mit dem der neue Minister Einzug gehalten habe, was immer das heißen mag. Möglicherweise ist es die Erfindung der Klimawattstunde Strom oder die Neudefinition von Insolvenz, es bleibt jedenfalls ein Geheimnis von Joe Kaeser und der Handelsblattredaktion. Die „Quadratur des energiepolitischen Dreiecks“ – Plädoyer für eine funktionierende Klima- und naturverträgliche Energiepolitik weiterlesen

Rechtsbruch mit Ankündigung – der Frontalangriff der Ampel auf den Naturschutz

Ein Gastbeitrag von Dr. Wolfgang Epple

„Wir schaffen ein Regelwerk, das den Weg frei macht für Innovationen und Maßnahmen, um Deutschland auf den 1,5-Grad-Pfad zu bringen. Wir bringen neues Tempo in die Energiewende, indem wir Hürden für den Ausbau der Erneuerbaren Energien aus dem Weg räumen.“ (Koalitionsvertrag, S. 5) Rechtsbruch mit Ankündigung – der Frontalangriff der Ampel auf den Naturschutz weiterlesen

Ein Klimafolgenforscher auf dem Holzweg

Wenn Hans Joachim Schellnhuber, Director Emeritus des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, auftritt, erinnert er mit seiner melancholisch monotonen Stimme nicht an einen Wissenschaftler, sondern an einen spirituellen Führer oder hohen kirchlichen Würdenträger. Schellnhuber redet nicht, er verkündet existenzielle Botschaften an die Menschheit. Ein Klimafolgenforscher auf dem Holzweg weiterlesen

Wald oder Schokolade

Der „Hambi“ und der „Danni“ sind wieder aus den Schlagzeilen verschwunden. Doch jetzt gibt es den „Steini“. So heißt ein bisher namensloses Waldstück im westfälischen Halle, in dem das Süßwarenunternehmen Storck, das einstweilen noch in Deutschland produziert, auf 23 Hektar die Erweiterung seines Traditionsstandortes plant. Dafür soll nach jahrelanger Planung und Abwägung aller möglichen Interessen ein Waldstück, eingeklemmt zwischen Industriegebiet, Wohnsiedlungen und Autobahn, gerodet werden. Außerdem ist vorgesehen, einen kleinen Bach zu verlegen – alles Ökoverbrechen der schlimmsten Art, wogegen sich ein „breites“ Bündnis von Umwelt- und Waldschützern formiert hat. Aktivisten, die zum Teil vom inzwischen für den Weiterbau einer Autobahn abgeholzten „Danni“ herübergemacht hatten, besetzten kurzerhand den Wald, den sie „Steini“ tauften, nach dem Steinhausener Weg, der an ihm vorbeiführt. Wald oder Schokolade weiterlesen

Die Energiewende ist gescheitert

Von Dr. Björn Peters

Ich wurde immer wieder mal gefragt, warum ich behaupte, die “Energiewende” in Deutschland sei gescheitert. Das sollte ich präzisieren.

Die Energiewende wurde 1998 mit ganz konkreten Zielen gestartet. Sie sollte ohne wesentliche Mehrkosten die Energieversorgung sauberer und umweltfreundlicher  machen, sie demokratisieren, ihren CO2-Fußabdruck verringern, die Importabhängigkeit an Energierohstoffen verringern; die Nutzung der Kernenergie sollte beendet werden, und die Herstellungskosten von Solarmodulen und Windkraftwerken deutlich verringern.

Deutschland hat tatsächlich bei Solarzellen etwa die Hälfte der Lernkurve der Welt bezahlt, das ist schon richtig. Bei Wind wird es ähnlich sein, darüber traue ich mir keine Aussage zu. Dies ist das einzige Ziel, das das EEG erreicht hat: die deutliche Reduktion der Investitionskosten bei Wind- und Solarkraftwerken. Die Energiewende ist gescheitert weiterlesen

Meine Lobby, Deine Lobby

Dass die Energiewende so, wie sie derzeit gestrickt ist, nicht funktionieren kann, müsste mittlerweile selbst dem verbohrtesten Ökoapokalyptiker klar sein. Deshalb wird ja auch fleißig an der Nordstream-Pipeline weitergebaut, auch wenn Putin wieder mal einen Oppositionellen hat einkerkern lassen. Denn ohne Gas aus Russland wird nichts mehr gehen, wenn in ein paar Jahren nach den Atomkraftwerken alle Kohlemeiler abgeschaltet worden sind. Und auch Atomstrom aus Frankreich und den östlichen Nachbarländern wird dann immer häufiger jene Energie ersetzen, für die Zappelstrom aus Wind und Sonne kein Äquivalent ist.

Trotzdem wird weiter auf Biegen und Brechen an der „Vollversorgung“ mit sogenannten Erneuerbaren Energien gearbeitet. Aktuell ist Wasserstoff als potentieller Energiespeicher für Dunkelflauten in aller Munde. Wegen der enormen Umwandlungsverluste müsste die installierte Ökostrom-Kapazität ein Vielfaches höher sein als jener Betrag, der zur (rechnerischen) Deckung des maximalen Strombedarfs nötig wäre. Weitere zehntausend Windmühlen und Quadratkilometer von Solarpaneelen auf Dächern und Äckern würden das Land endgültig zur Industriewüste machen. Meine Lobby, Deine Lobby weiterlesen

Warum Entwarnung nicht gegeben werden darf

Im Laufe dieses Jahres wurde über verheerende Waldbrände in Teilen der Welt berichtet, oft garniert mit apokalyptisch anmutenden Bildern, wie einem in gespenstisches Orange getauchten Himmel über San Franzisco, in dessen Nähe im September 2020 heftige Wald- und Buschbrände wüteten. „Waldbrand verursacht Tag ohne Sonne“, titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und weckte damit Assoziationen an das „Jahr ohne Sommer“ 1816, als nach dem gewaltigen Ausbruch des Vulkans Tambora östlich von Java ungewöhnliche Wetterphänomene wie ein extrem kalter und nasser Sommer in Europa zu Ernteausfällen und Hungersnöten geführt hatten. Ein Menetekel der Klimaerwärmung? Warum Entwarnung nicht gegeben werden darf weiterlesen

Der Kampf gegen den Klimawandel – Bleibt der Naturschutz auf der Strecke?

„Grüne und NABU schließen Vogelfrieden“ lautete die scheinbar versöhnliche Botschaft kurz vor dem Weihnachtsfest in der Süddeutschen Zeitung. Was war geschehen? Grünen-Chef Robert Habeck und der neue NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger, ein seit seiner Jugend der Grünen Partei nahestehender Landschaftsarchitekt, verfassten ein vier Seiten Papier, in dem sie “Ökonomie und Ökologie” miteinander „versöhnen“ möchten. Dadurch sollen das Artensterben und der Klimawandel bekämpft und Baugenehmigungen für Windkraftanlagen beschleunigt werden. Ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk für alle Windkraftlobbyisten und Vögel.

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Glosse: Zurück zum Arschwurz?

Nicht nur der Aufstieg des Klopapiers zum ikonischen Produkt der Coronakrise ist bemerkenswert. Mit Erstaunen liest man derzeit auch Berichte, wonach die Emissionen zurückgehen und Deutschland noch seine “Klimaziele” erreichen könne.  Dem Virus sei Dank. Gehts noch?

Nie war er so wertvoll wie heute, der Ökomarkt um die Ecke. Da gibt’s nämlich ein rares Gut, das sich gerade anschickt, zum ikonischen Produkt der Coronakrise zu werden: Klopapier. Allerdings kostet der Pack mit acht schneeweißen Rollen, dreilagig, markante fünf Euro, was sich nur besserverdienende Toilettenbenutzer leisten können und der Grund dafür sein könnte, warum im Normalosupermarkt und beim Discounter die Regale mit Hygieneartikeln blitzeblank leer geräumt sind. Kleiner Vorgeschmack auf die Schwarzmarktpreise, die uns ins Haus stehen, wenn Corona vielleicht mal vorbei ist, uns dafür aber die größte Wirtschaftskrise aller Zeiten beutelt. Glosse: Zurück zum Arschwurz? weiterlesen