Archiv der Kategorie: Artenschutz

Wespenjahre

Wozu sind Wespen eigentlich gut? Selten wird diese Frage so direkt gestellt, aber fast immer schwingt sie im Hintergrund mit, wenn es darum geht, diese lästigen Stecher von uns fern zu halten. Wespen haben kaum Freunde. Gute Wespenkenner gibt es wenige. Alle Jahre wieder taucht die Meinung auf, dass es heuer ganz besonders viele Wespen gäbe und dass sie extrem aggressiv seien. Viel Falsches kursiert, obgleich gutes Wissen über sie bis ins Altertum zurückreicht. Drei Aspekte ihres Lebens sollen hier etwas näher betrachtet werden: „Wespenjahre“, „Wespentracht“ und die „Bedeutung“ der Wespen im Naturhaushalt.

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Rechtsbruch mit Ankündigung – der Frontalangriff der Ampel auf den Naturschutz

Ein Gastbeitrag von Dr. Wolfgang Epple

„Wir schaffen ein Regelwerk, das den Weg frei macht für Innovationen und Maßnahmen, um Deutschland auf den 1,5-Grad-Pfad zu bringen. Wir bringen neues Tempo in die Energiewende, indem wir Hürden für den Ausbau der Erneuerbaren Energien aus dem Weg räumen.“ (Koalitionsvertrag, S. 5) Rechtsbruch mit Ankündigung – der Frontalangriff der Ampel auf den Naturschutz weiterlesen

Alles hängt mit allem zusammen – Unser Verständnis von Biodiversität

Nahezu täglich liest oder hört man den Begriff „Biodiversität“. Politiker, Umweltaktivisten und sogar Wirtschaftsbosse gebrauchen ihn meist undifferenziert, ohne sich überhaupt der facettenreichen Bedeutung bewusst zu sein.  Auch der VLAB führt seit November 2021 den Begriff „Biodiversität“ in seinem Vereinsnamen. Was wir unter dem Begriff verstehen wird im Folgenden kurz dargestellt. Gleich so viel vorweg, die Vielfalt der Arten ist nur einer unter mehreren wichtigen Teilaspekten des Begriffs „Biodiversität“. Alles hängt mit allem zusammen – Unser Verständnis von Biodiversität weiterlesen

Windkraft versus Vogelschutz – Wie viele Mindestindividuen einer Art sind notwendig, um eine Population zu erhalten?

Es sollte ein großer Durchbruch werden, als der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Bündnis 90/Die Grünen im vergangenen Dezember ein gemeinsames Positionspapier über Windkraft und Vogelschutz präsentierten. Man wollte einen “Vogelfrieden” schließen und die Interessen der Windkraftindustrie mit dem Artenschutz versöhnen.

Gelingen soll das, in dem man den Tod einzelner geschützter Exemplare zur Rettung des Klimas und zur Begrenzung der Erderwärmung in Windkraftvorranggebieten billigendend in Kauf nimmt, solange sie anderswo in großen Beständen existieren und die Population der jeweiligen Art nicht gefährdet wird. Windkraft versus Vogelschutz – Wie viele Mindestindividuen einer Art sind notwendig, um eine Population zu erhalten? weiterlesen

Der Kampf gegen den Klimawandel – Bleibt der Naturschutz auf der Strecke?

„Grüne und NABU schließen Vogelfrieden“ lautete die scheinbar versöhnliche Botschaft kurz vor dem Weihnachtsfest in der Süddeutschen Zeitung. Was war geschehen? Grünen-Chef Robert Habeck und der neue NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger, ein seit seiner Jugend der Grünen Partei nahestehender Landschaftsarchitekt, verfassten ein vier Seiten Papier, in dem sie “Ökonomie und Ökologie” miteinander „versöhnen“ möchten. Dadurch sollen das Artensterben und der Klimawandel bekämpft und Baugenehmigungen für Windkraftanlagen beschleunigt werden. Ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk für alle Windkraftlobbyisten und Vögel.

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Opium für das Anti-Windkraft-Volk

Ein großer Befreiungsschlag sollte es werden: Die lang diskutierte 1000 Meter Abstandsregelung zwischen Windrädern und Siedlungen. Mit ihr wollte Bundesenergieminister Peter Altmaier die deutschen Windkraftgegner sedieren, um gleichzeitig den weiteren Ausbau der Landschaftskiller und Vogelschredder widerstandslos forcieren zu können.

Vergangene Woche war es dann endlich soweit. „Koalition legt Streit um Windkraft bei“ titelte am 18. Mai Michael Bauchmüller von der Süddeutschen Zeitung. Opium für das Anti-Windkraft-Volk weiterlesen

Mehr Schutz für Tropenwälder

Als der Naturforscher Alexander von Humboldt im Jahre 1800 auf dem Orinoco durch Venezuela reiste war er fasziniert: Er begegnete völlig unbekannten Tier- und Pflanzenarten und bestaunte einen üppigen dichten Regenwald. Es wuselte vor lauter Leben.

Seither hat sich vieles verändert: Mehr als die Hälfte aller tropischen Regenwälder Afrikas, Asiens und Südamerikas wurden bereits durch Menschenhand vernichtet. Die Folgen für das globale Klima, die biologische Vielfalt unserer Erde aber auch für die indigenen Völker sind katastrophal. Mehr Schutz für Tropenwälder weiterlesen

Hungrige Geister – Die unermessliche Gier der Windkraftplaner

Die Tradition des Mahayana-Buddhismus bildet die Welt in sechs Daseinsbereichen ab. Je nach seinen guten oder schlechten Taten wird jedes Lebewesen nach dem Tod in einen dieser Daseinsbereiche wieder hineingeboren.

Nur knapp oberhalb der buddhistischen Hölle und noch weit unterhalb der Tiere befindet sich der Bereich der „Hungergeister“. Bildlich werden Hungergeister mit aufgeblähten Bäuchen, viel zu engen Mündern und extrem langen und schmalen Hälsen dargestellt. Es ist ihnen nahezu unmöglich, ihre dicken Blähbäuche zu füllen. Sie werden niemals satt. Jeder Versuch zu essen bereitet ihnen unvorstellbare Qualen. Hier landen all jene, die in ihrer Vorexistenz habgierig waren und in keiner Phase ihres Lebens genug bekommen konnten.

Im Daseinsbereich der “Hungergeister” lassen sich die Verfasser des „Aktionsplan für mehr Genehmigungen von Windenergieanlagen an Land“ verorten. Hungrige Geister – Die unermessliche Gier der Windkraftplaner weiterlesen

Volksbegehren “Rettet die Bienen!” – beteiligen oder nicht?

Seit einigen Tagen läuft in Bayern das Volksbegehren „Rettet die Bienen!“. Es wurde von der ÖDP initiiert und wird von vielen Gruppierungen, Vereinen und Unternehmen unterstützt. Kurz gesagt sind die meisten Inhalte des Volksbegehrens gut und sinnvoll. Einige für den Arten- und Insektenschutz wichtige Punkte fehlen jedoch. Die eine oder andere Begründung im Volksbegehren ist recht kurios. Nicht alle Unterstützer des Volksbegehrens haben sich in der Vergangenheit als Artenschützer ausgezeichnet. Volksbegehren “Rettet die Bienen!” – beteiligen oder nicht? weiterlesen

End of Landschaft – Start einer Kinodoku zur Energiewende

Der Odenwald ist ein besonders liebenswertes Fleckchen Erde im Herzen Deutschlands. Begrenzt vom Spessart im Norden, dem Nordschwarzwald im Süden und dem Rheintal im Westen, erstreckt sich diese ländliche Region über drei Bundesländer: Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Hier gibt es sie noch, jene feinherben Landstriche, wie sie wohl nur deutsche Mittelgebirge auszeichnen, ein abwechslungsreiches Mosaik aus Felder, Äckern, Wiesen und Wäldern, durchsetzt mit zahllosen Streuobstwiesen, akzentuiert von Gehöften, Dörfern, Burgen und Schlössern, Sandsteinformationen und Vulkankegeln wie dem Katzenbuckel, der mit 626 Metern höchsten Erhebung des Odenwaldes. Wegen seiner  besonderen Anmut nennt man dieses Land auch die “hessische Toskana”.

Vor zwei Jahren erfuhr der Journalist und Filmemacher Jörg Rehmann, dass die schwarz-grüne hessische Landesregierung nun auch den noch weitgehend unzerschnittenen Odenwald in ein Windindustriegebiet umwandeln will. Mehr als 400 Windräder sollten bzw. sollen hier gebaut werden. Überall im Odenwald End of Landschaft – Start einer Kinodoku zur Energiewende weiterlesen