Die „Land Art“ des Professor Sören Schöbel

Der Christo der Windindustrie: Landschaftsarchitekt Sören Schöbel

Sören Schöbel ist so etwas wie ein Künstler, ein Landschaftskünstler. Er arbeitet mit großen Objekten. Die sind nicht ganz so groß wie die, um die sich Christo kümmert. Aber Windkraftanlagen sind ja auch nicht unauffällig. Mit ihnen lässt sich auch viel Wind machen, und viel Geld.

Sören Schöbel ist, um genau zu sein, Landschaftsarchitekt und Professor an der Technischen Universität München. Er ist der Meinung, dass man mit Windrädern schöne Landschaften noch schöner machen kann. Deswegen plädiert er dafür, Windkraftwerke gerade in schöne Landschaften zu stellen. Weil sie sich nicht Die „Land Art“ des Professor Sören Schöbel weiterlesen

Auf dem Land

Ich wache auf. Ein komisches Gefühl überkommt mich. Ein erster Blick auf die Uhr. Halb Sieben. Es ist absolut still. Wir sind auf dem Land. Totenstille. Wenn ich zuhause in unserem Stadthaus am Waldrand aufwache, dringt ein wunderbares Vogelgezwitscher in unser Schlafzimmer. Und ich frage mich immer, was haben die Vögel schon so früh am Morgen zu erzählen? So beginne ich normalerweise den Tag. Von heiterem Vogelgesang umgeben.
Auf dem Land singen fast keine Vögel mehr. Nur vereinzelt hört man Vogelgezwitscher. „Where have all the birds gone?“ Auf dem Land weiterlesen

Mit dem, äh, Flugtaxi

Mit diesem Flugobjekt könnten die Münchner schnell zum Flughafen gelangen: „Ehang 184“, die erste elektrische Passagierdrohne, wurde im südchinesischen Guangzhou entwickelt. (Foto: Alex Butterfield/Wikimedia Commons)

Watchblog-Kolumne: Etscheits Alltagsstress


Die Münchner elektrisiert derzeit ein Thema wie kein anderes. Seit nämlich die Rathaus-CSU, die mit der SPD in einer großen Koalition fast ähnlich unglücklich verbandelt ist wie Merkel, Seehofer und Nahles in Berlin, endlich einmal einen wirklich seriösen und zukunftsträchtigen Vorschlag gemacht hat, wie man das Leben in der ohnehin von Glück und Wohlstand gesegneten bayerischen Landeshauptstadt nachhaltig verbessern kann. Wenn das noch möglich ist – wurde doch München gerade wieder einmal zu einer der lebenswertesten Städte der Welt gekürt. Mit dem, äh, Flugtaxi weiterlesen

Im Gedenken an einen großen Naturschützer

Wir verbrauchen, bis es nichts mehr zu verbrauchen gibt

Selbst wenn ich zuhause bin, habe ich Heimweh. Heimweh nach einer Zeit, die mir – gerade noch – Ein- oder Ausblicke in ein Leben schenkte, in dem die Menschen noch Teil, notwendiger Teil, einer großen Schöpfungssymbiose waren. Gesichter, Dialekte, Dörfer, Städte, Landschaften und die aus all diesem gewachsene Kultur, alles wuchs nicht aus, sondern blieb in ihrer eigenen Form, die Heimat und Identität bedeutete.  Im Gedenken an einen großen Naturschützer weiterlesen

Eine Jahrhundertgestalt. Nachruf auf den Dirigenten und streitbaren Naturschützer Enoch zu Guttenberg.

 

Enoch zu Guttenberg, 29. Juli 1946 bis 15. Juni 2018

„Das Weihrauchfass bleibt im Schrank.“ So antwortete mir Enoch zu Guttenberg in einem seiner berühmten, handgeschriebenen Briefe, als ich ihm vor knapp zwei Jahren meinen Wunsch antrug, sein Biograf zu werden. Natürlich war sich Guttenberg seiner Bedeutung sehr wohl bewusst, aber er wollte nicht angehimmelt, vergöttert oder verklärt werden. Er wollte eine kritische Biografie, die auch seine (ja, die gab es!) weniger strahlenden Seiten behandelt, keine Hagiografie. Wobei die Probe aufs Exempel nun, nach seinem plötzlichen Tod, nicht mehr stattfinden kann. Denn Enoch zu Guttenberg konnte auch bestimmend sein, kompromisslos und verletzend, selbst zu Verwandten und Freunden, wenn es ihm um etwas ging, das ihm wichtig war. Da zeigte sich dann, in aller Klarheit, der von keinem, außer von Gott (an den glaubte er nicht mehr) oder vom Kaiser (den gibt es nicht mehr) abhängige Freiherr aus uraltem fränkischen Adelsgeschlecht.  Eine Jahrhundertgestalt. Nachruf auf den Dirigenten und streitbaren Naturschützer Enoch zu Guttenberg. weiterlesen

Windmühlen-Opfer: Hohe Kollisionsraten pro Anlage und Jahr

So sieht der Naturschutz des BUND-Vorsitzenden Hubert Weiger aus und so soll es nach seinem Willen noch jahrzehntelang weitergehen
So sieht der Naturschutz des BUND-Vorsitzenden Hubert Weiger aus und so soll es nach seinem Willen noch jahrzehntelang weitergehen

Auf der 150. Jahresversammlung der Deutschen Ornithologischen Gesellschaft in Halle (Saale) 2017 berichteten Mitarbeiter der Schweizerischen Vogelwarte Sempach über Schlagopfer an Windrädern. Die Arbeiten erfolgten im Auftrag des Schweizer Bundesamtes für Energie. Im Schweizer Jura wurden von März bis November 2015 an drei 150 m (mit Rotoren) hohen Anlagen die Schlagopfer im Umkreis von jeweils 100 m gesucht und zwar an 85 Tagen während der neun Monate. Windmühlen-Opfer: Hohe Kollisionsraten pro Anlage und Jahr weiterlesen

Autoren gesucht

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Die 10-H-Abstandsregelung in Bayern muss bleiben

Wie Jonathan Sacks, der ehemalige britische Großrabbiner und Direktor des renommierten Jews’ College London, schreibt, leben wir in einem Jahrhundert, das uns ein Maximum an Möglichkeiten, aber nur ein Minimum an Sinn und Werten hinterlässt. Die Substitute dafür sind Ideologien unterschiedlichster Art.  Alle führten in unserer jüngeren Geschichte in ein Desaster.  Die 10-H-Abstandsregelung in Bayern muss bleiben weiterlesen

Eine intakte Natur – die Chance für unsere Zukunft

Folgende Rede wurde anlässlich der Jahreshauptversammlung des Naturpark Steinwald im April 2018 vom Vorsitzenden des Naturparks, Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg, gehalten. Die Redaktion des Umwelt Watchblog bedankt sich für die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Rede im Original-Wortlaut.

Viele machen sich Gedanken über die Zukunft unserer Heimat. Wie geht es weiter? Was ändert sich, was bleibt? Viele sorgen sich über Veränderungen. Was prägt unsere Region hier in Nordost-Bayern? Bleibt das, was wir lieben, uns erhalten? Was besorgt uns am meisten? Der Wandel? Der demographische Wandel? Der Klimawandel? Ist jeder Wandel automatisch schlecht? Eine intakte Natur – die Chance für unsere Zukunft weiterlesen