Schlagwort-Archive: Klimawandel

Außer Kontrolle

Als man vor ein paar Jahren damit begann, in Skigebieten Schnee für den Winter unter weißen Planen zu horten (Snowfarming) oder Teile von Gletschern mit ebensolchen Plastikmäntelchen einzuhüllen, war das noch eine Kuriosität. Heute ist das vielerorts Alltag und regt niemanden mehr auf, auch wenn der Nutzen marginal sein dürfte. Wenn die Gletscher schmelzen, schmelzen sie, da hilft auch kein Präservativ.

Und die Vorschläge, wie man mit großtechnischen Mitteln gegen den Klimawandel und seine realen oder befürchteten Folgen ankämpfen könnte, werden immer irrsinniger: Riesige Spiegel im All sollen das Sonnenlicht reflektieren und die Erdtemperatur senken. Alternativ oder ergänzend dazu wird darüber nachgedacht, ob man mit einer Düngung der Weltmeere das Algenwachstum anregen und damit der Luft Kohlendioxid entziehen könnte. Technisch wäre das, nun ja, anspruchsvoll. Kosten: unvorstellbar, Risiken und Nebenwirkungen: unbekannt.   Außer Kontrolle weiterlesen

Auf dem Weg zu einer „bürgerlichen Ökorevolution“?

Seit Beginn der „Klimastreiks“ von Schülern und der Fridays for Future-Freitagsmärsche scheinen nicht wenige Journalisten sowohl der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten als auch einschlägiger Blätter des Klima-Alarm-Feuilletons von einer „ökologischen Bürgerrevolution“ zu träumen, oder sich diese herbeizuwünschen, herbeizuschreiben und herbeizureden. Selbst in Wissens-Sendungen und populären Wissenschaftsmagazinen wird gezielt und fordernd nach „Radikalisierung“ des Protestes und nach „radikalem Klimaschutz“ gefragt. Steht  Deutschland wirklich vor einer bürgerlichen „Öko-Revolution“? Dieser Frage geht der Biologe und Watchblog-Autor Dr. Wolfgang Epple in einem Essay nach.

Der Versuch, durch permanenten medialen Hype um „Klimakatastrophe“, Rezo und die Schülerstreiks die deutsche Gesellschaft an den Vorabend einer „Revolution“ zu rücken, mag durchsichtig und eindeutig zu Gunsten eines politischen Lagers motiviert sein. Eine umfassend und ganzheitlich an Menschlichkeit und Naturbewahrung ausgerichtete „Bürgerrevolution“, die die Bezeichnung „ökologisch“ verdiente, bleibt angesichts der Defizite der Klima-„Bewegung“, die angesichts von Scharfmachen und Ausgrenzen bereits im zwischenmenschlichen Bereich beginnen, nach Epples Auffassung ein Phantasma der Begleitschreiber und Begleitberichterstatter.

Lesen Sie den gesamten Essay.

Fichte ade

Sie packt es einfach nicht mehr und verabschiedet sich langsam aus weiten Teilen Deutschlands: Die Gemeine Rotfichte (Picea abies). Jahrzehntelang galt sie als Brotbaum der Waldbesitzer.  Kälte und Frost machen ihr wenig aus. Das heimische Wild verbeißt ihre stacheligen Nadeln kaum. Bereits im Alter von nur achtzig Jahren kann sie als Bauholz zu ordentlichen Preisen vermarktet werden. Kurzum: Sie ist – oder vielmehr war – der ideale Baum der modernen Forstwirtschaft. Fichte ade weiterlesen

Weiße Pracht statt weißer Hölle

Es war nur eine Frage der Zeit, bis ein dpa-Reporter auf die Idee kommen würde, mal beim Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) anzufragen, was es denn auf sich habe mit dem aktuellen „Schneechaos“. Ob nicht vielleicht der Klimawandel … Und siehe da: Im Allerheiligsten der deutschen Klima-Apokalyptiker fand sich ein gewisser Herr Hoffmann, der einen Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und dem anhaltenden Schneefall in Teilen der Nordalpen „nicht ausschloss“. Das ist eine schöne Formulierung, die vor allem von Agenturjournalisten gerne benutzt wird, um vage Behauptungen zur Topmeldung zu adeln. Mit dieser Wendung ist man immer auf der sicheren Seite und hat doch seinen kleinen Scoop. Nicht ausschließen kann man vieles: Ich kann zum Beispiel nicht ausschließen, dass ich in fünf Minuten tot umfalle oder mein Haus von einem Meteoriten getroffen wird, auch wenn die Wahrscheinlichkeit – ich klopfe vorsorglich auf Holz – wohl gegen Null tendiert. Weiße Pracht statt weißer Hölle weiterlesen

Eine intakte Natur – die Chance für unsere Zukunft

Folgende Rede wurde anlässlich der Jahreshauptversammlung des Naturpark Steinwald im April 2018 vom Vorsitzenden des Naturparks, Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg, gehalten. Die Redaktion des Umwelt Watchblog bedankt sich für die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Rede im Original-Wortlaut.

Viele machen sich Gedanken über die Zukunft unserer Heimat. Wie geht es weiter? Was ändert sich, was bleibt? Viele sorgen sich über Veränderungen. Was prägt unsere Region hier in Nordost-Bayern? Bleibt das, was wir lieben, uns erhalten? Was besorgt uns am meisten? Der Wandel? Der demographische Wandel? Der Klimawandel? Ist jeder Wandel automatisch schlecht? Eine intakte Natur – die Chance für unsere Zukunft weiterlesen

Leschs Klima-Märchenstunde

Zufälliges Zusammentreffen oder konzertierte Aktion? Am 23. November forderten die Grünen im Bayerischen Landtag mal wieder, die 10H-Abstandregelung für Windkraftwerke abzuschaffen, weil sie die Energiewende und den Kampf gegen den Klimawandel behindere. Am gleichen Tag erschien im Bayernteil der Süddeutschen Zeitung ein Artikel über die verheerende Flutwelle von Simbach im Frühsommer. Dort ließ SZ-Umweltredakteur Christian Sebald den Astrophysiker und ZDF-Wissenschaftsjournalisten Harald Lesch Leschs Klima-Märchenstunde weiterlesen

Ökodiktatur, Big Business und Klimawandel

Euro

(…)Christus ist durch die biblische Überlieferung zum Sinnbild geworden – für all jene, die verspottet und verachtet werden. Genau das geschieht derzeit mit uns Energiewende-Akteuren, die vor Jahrzehnten mit viel Idealismus angetreten sind, um für eine nachhaltige Energieerzeugung und damit den Erhalt der Erde zu kämpfen“, so die Worte des Präsidenten des Bundesverbandes Windenergie,  Hermann Albers (Albers 2014). Seine Sätze sind nicht nur Blasphemie par excellence, sondern auch angsterregender Ökofundamentalismus in reinster Ausprägung.

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