Al Gore, 400ppm CO2 und die Windräder

Al Gore hat sich nach langem öffentlichem Schweigen mit der erschreckenden Botschaft zurückgemeldet, der CO2-Gehalt der Atmosphäre sei mit 400 Parts per Million CO2 so hoch wie seit 2 Millionen Jahren nicht mehr.

Er war schon mal höher, nur gab es da noch keine Menschen. Auch kurz nach dem Urknall, also vor ca. 13,8 Milliarden Jahren, war das Universum ein eher ungemütlicher Ort. Als sich dann unsere Erde aus dem kosmischen Staub formte, war sie von Anfang bis heute Schauplatz gigantischer Klimaänderungen und sonstiger Umweltkatastrophen. Die ersten Menschen in Afrika begannen ihre großen Wanderungen nach Zentralasien, über Sibirien und die Aleuten bis auf den amerikanischen Kontinent genau wegen des damaligen Klimawandels. Nach allgemeinem Konsens trugen sie daran keine Schuld.

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Vorsicht, Ökostromsatire!

Legende:

Riesling-Einspeise-Gesetz = Erneuerbare-Energien-Gesetz
REG-Umlage = EEG-Umlage
Riesling = Wind- und Solarstrom
Grauburgunder und Sylvaner = Strom aus Kohle und Gaskraftwerken
Rotwein (jede Sorte) = Atomstrom

Das „Riesling- Einspeise-Gesetz“ bestimmt, dass deutscher Riesling jeder Weinsorte beigemischt
werden muss, die in Deutschland produziert wird. Den Winzern wird dafür ein Preis von 10 € bis 15 € pro Liter garantiert, obwohl Qualität und Menge wetterbedingt stark schwanken. Dieser Preis liegt zwischen 100 und 300 Prozent über dem am Markt erzielbaren Niveau. Finanziert wird die Differenz durch die „REG-Umlage“, die jeder Weinkonsument zu zahlen hat, auch bei Verbrauch von Importwein. Großverbraucher wie z.B. Hotels und Gaststätten sind von der Umlage befreit.
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Ökodiktatur, Big Business und Klimawandel

Euro

(…)Christus ist durch die biblische Überlieferung zum Sinnbild geworden – für all jene, die verspottet und verachtet werden. Genau das geschieht derzeit mit uns Energiewende-Akteuren, die vor Jahrzehnten mit viel Idealismus angetreten sind, um für eine nachhaltige Energieerzeugung und damit den Erhalt der Erde zu kämpfen“, so die Worte des Präsidenten des Bundesverbandes Windenergie,  Hermann Albers (Albers 2014). Seine Sätze sind nicht nur Blasphemie par excellence, sondern auch angsterregender Ökofundamentalismus in reinster Ausprägung.

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Artenschutz und Windenergieanlagen

Ein seltener Brutvogel in Süddeutschland: Der Fischadler. Seit einigen Jahren brüten 6 Paare in der Oberpfalz im nördlichen Bayern. © Johannes Bradtka
Ein seltener Brutvogel in Süddeutschland: Der Fischadler. Seit einigen Jahren brüten 6 Paare in der Oberpfalz im nördlichen Bayern. © Johannes Bradtka

Seit einigen Monaten liegt eine aktualisierte Fassung von Abstands- und Prüfradien zur Vermeidung von Vogelschlagopfern an Windkraftanlagen, die sogenannte Fachkonvention „Abstandsregelungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter Vogelarten“, vor. Die Studie wurde von der Länder-Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten herausgegeben und überarbeitet. Leider findet die überarbeitete Fachkonvention bisher keine Anwendung. Sie stößt auf große politische Widerstände in einzelnen Bundesländern. Offensichtlich befürchtet man, die aktualisierte Fachkonvention würde den Bau von Windkraftanlagen erschweren. Artenschutz und Windenergieanlagen weiterlesen

Wie begrünt man eine Trockenmauer?

In einem Extra-Tipp in der Süddeutschen Zeitung vom 08. Januar 2015 empfahl Herbert Lohner, Referent für Naturschutz und Experte für Naturgärten des Bund für Umwelt und Naturschutz in Berlin: „Abhängig von der Steinart werden Mauern erst richtig schön, wenn sie von Moosen und Flechten überwachsen sind“. Man könne dies beschleunigen, indem man Moose und Flechten nehme und zusammen mit einem 500-Gramm-Becher Buttermilch im Küchenmixer zerkleinere. Dieses Gemisch solle man über seine Steinmauer verteilen. Leider übersah der Naturschutzfachmann, dass Flechten zu den gefährdetsten Artengruppen der Bundesrepublik Deutschland gehören; rund 55 Prozent aller Flechtenarten Deutschlands sind in der Roten Liste enthalten. Der BUND-Naturschützer wusste offensichtlich auch nicht, dass es nach § 39 des Bundesnaturschutzgesetztes verboten ist Flechten und Moose aus der Natur zu entnehmen, außer in sehr geringen Mengen für den persönlichen Bedarf.
Unsere berechtigte Frage zu diesem artenschutzrechtlich sehr bedenklichen Garten-Tipp: Betreibt der BUND eigentlich noch echten Naturschutz und wie kompetent sind seine selbsternannten Experten?

Sind unbewirtschaftete Wälder artenreicher als Wirtschaftswälder?

Das Jahr 2015 wurde von dem bayerischen Forstminister Helmut Brunner zum „Aktionsjahr Waldnaturschutz“ erklärt. In seiner Regierungserklärung v. 01.07.2014 skizzierte er den „Bayerischen Weg“ im Waldnaturschutz: „Durch die Berücksichtigung von Naturschutzaspekten auf der ganzen Waldfläche Bayerns erreichen wir eine viel größere Breitenwirkung als durch zusätzliche Großschutzgebiete. Und es ist einfach falsch, dass Waldnaturschutz nur in Naturschutzgebieten oder Nationalparken möglich sein soll (…). Das Motto des Bayerischen Wegs in der Waldbewirtschaftung heißt deshalb: Schützen und Nutzen auf ganzer Fläche.“
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Windräder in Kulturlandschaften und Wäldern

Gedanken und Forderungen aus Sicht eines Umwelt- und Naturschutzvereins 

„Wir müssen heute mehr denn je mit der Schönheit gegen die Hässlichkeit kämpfen. Werden wir auch bald ins Museum gehen, um schöne Landschaften zu betrachten?“ fragte 2003 HUBERT WEIGER, der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (ARBTER 2003). Heute müssen wir ihm leider antworten: Ja, verehrter Herr Professor WEIGER, ihre Befürchtung wird zur bitteren Realität. Das Schöne kämpft gegenwärtig gegen das Hässliche. Traurigerweise bekennt sich der Bund für Umwelt und Naturschutz seit einigen Jahren zur Hässlichkeit, anstatt zu schönen Landschaften und deren Lebensvielfalt in Bayern. Windräder in Kulturlandschaften und Wäldern weiterlesen

Die Energiewende führt in eine ökonomische Sackgasse und in ein landeskulturelles, ökologisches Desaster

Der Anteil der Windenergie am Primärenergieverbrauch der Bundesrepublik betrug im Jahre 2013 nur 1,4 Prozent, obwohl bis Ende 2013 knapp 25.000 Windräder bundesweit installiert wurden. Um die stark schwankende Stromerzeugung durch Windkraft und Fotovoltaik auszugleichen, laufen permanent Kraftwerke, meist Kohlekraftwerke, im Hintergrund mit und sichern die Grundlast der Stromnetze. Eine praxistaugliche, bezahlbare Speichertechnik ist nicht in Sicht. Der Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) nahm daher in den vergangenen beiden Jahren so stark zu wie nie zu vor in Deutschland, Tendenz weiter steigend. Die Energiewende führt in eine ökonomische Sackgasse und in ein landeskulturelles, ökologisches Desaster weiterlesen