Archiv der Kategorie: Artenschutz

Junge Feldhasen in Gefahr

Suchbild:  Junger Feldhase am Rande eines Feldweges. Er liegt in der Bildmitte, sein Köpfchen zeigt auf 1 Uhr und sein Hinterteil auf 7 Uhr. Copyright: Friedrich Buer
Suchbild: Junger Feldhase am Rande eines Feldweges. Er liegt in der Bildmitte, sein Köpfchen zeigt auf 1 Uhr und sein Hinterteil auf 7 Uhr.
Copyright: Friedrich Buer

Dem Feldhasen, den mancher nur noch als Osterhasen kennt, geht es an den Kragen und das, obwohl er unter Jägern als „sehr hartes Wild“ gilt und die Häsin dreimal im Jahr jeweils bis zu fünf Junge bekommt. Junge Feldhasen in Gefahr weiterlesen

Ohne Schimmel wäre mancher schon im Himmel! Jede Art ist kostbar und unersetzlich, egal ob Schimmelpilz oder Orchidee. Ein Gastbeitrag von Dr. Friedrich Buer.

Schimmel auf Apfelsine
Alexander Fleming entdeckte 1928 an verschimmelten Apfelsinen das Penicillin.

 

Doch einfach ist das Thema nicht. Werner Dollinger (1918 – 2008) gehörte zu den Politikern, deren Argumente jeder verstehen konnte. Sicher auch deshalb berief ihn Konrad Adenauer schon 1962 in sein Kabinett, denn so Adenauer: „Je einfacher sagen, ist eine Gabe Gottes.“ Später als  Bundesverkehrsminister von 1982 bis 1987 im Kabinett von Helmut Kohl musste sich Dollinger um den Straßenbau kümmern und geriet dabei mit den Naturschützern in Konflikt. Der Streit ging um eine Umgehungsstraße, der eine Wiese mit einer seltenen Orchidee zum Opfer fallen würde. „Es gibt bei uns 200 wild lebende Orchideen, hat mir mein Referent gesagt. Kommt Ihr denn nicht mit 199 aus?“ fragte er mich, als ich ihn beim Friseur traf. „Artenschutz ja, auch für eine einzelne Orchidee. Aber wir müssen auch an die Menschen denken. Gerade im letzten Jahr hat es drei tödliche Unfälle gegeben. Der Mensch hat Vorrang.“ Ich sagte, wir müssten um jede Art kämpfen, denn jede Art sei einzigartig und durch nichts zu ersetzen. Aber zufrieden war ich mit dieser Antwort nicht und der Friseur wohl auch nicht.  Erst hinterher fiel mir eine bessere ein – hinterher, also zu spät. Wer kennt das nicht? Ohne Schimmel wäre mancher schon im Himmel! Jede Art ist kostbar und unersetzlich, egal ob Schimmelpilz oder Orchidee. Ein Gastbeitrag von Dr. Friedrich Buer. weiterlesen

“Salamanderfresser-Pilz” bedroht europäische Salamander und Molche

Ein aus Asien wahrscheinlich über den Tierhandel eingeschleppter Chytridpilz, der “Salamanderfresser-Pilz”, bedroht die europäischen Salamander- und Molchvorkommen. In Belgien und den Niederlanden hat der Pilz bereits zum Zusammenbruch der Populationen des Feuersalamanders geführt.

Feuersalamander
Der Feuersalamander in seinem Habitat: Klare, sauerstoffreiche Bäche umgeben von Mischwäldern. © Wolfgang Völkl

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Europas Fledermäuse sterben in Massen an deutschen Windrädern

Fledermaus
Deutschland trägt für die europäischen Fledermäuse eine besondere Verantwortung. Dennoch sterben jährlich Tausende Fledermäuse , verursacht durch die Energiewende.
© Johannes Bradtka

Aufgrund seiner geographischen Lage in Europa hat Deutschland eine besondere Verantwortung für den Schutz der im Frühjahr und Herbst wandernden Fledermäuse. Jedes deutsche Windrad hat jährlich den Tod von rund 10 bis 12 Fledermäusen zur Folge, das sind rund 250.000 Tiere, wobei diese Zahlen je nach geographischer Lage und Anlagentypus variieren. 70 Prozent der getöteten Fledermäuse stammen von Populationen, die nicht in Deutschland sondern in anderen Ländern heimisch sind. Wegen seiner zentralen Lage durchqueren sie Deutschland auf dem Weg von ihren nordosteuropäischen Sommerlebensräumen zu ihren süd- und westeuropäischen Winterlebensräumen und zurück. Europas Fledermäuse sterben in Massen an deutschen Windrädern weiterlesen

Artenschutz und Windenergieanlagen

Ein seltener Brutvogel in Süddeutschland: Der Fischadler. Seit einigen Jahren brüten 6 Paare in der Oberpfalz im nördlichen Bayern. © Johannes Bradtka
Ein seltener Brutvogel in Süddeutschland: Der Fischadler. Seit einigen Jahren brüten 6 Paare in der Oberpfalz im nördlichen Bayern. © Johannes Bradtka

Seit einigen Monaten liegt eine aktualisierte Fassung von Abstands- und Prüfradien zur Vermeidung von Vogelschlagopfern an Windkraftanlagen, die sogenannte Fachkonvention „Abstandsregelungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter Vogelarten“, vor. Die Studie wurde von der Länder-Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten herausgegeben und überarbeitet. Leider findet die überarbeitete Fachkonvention bisher keine Anwendung. Sie stößt auf große politische Widerstände in einzelnen Bundesländern. Offensichtlich befürchtet man, die aktualisierte Fachkonvention würde den Bau von Windkraftanlagen erschweren. Artenschutz und Windenergieanlagen weiterlesen

Wie begrünt man eine Trockenmauer?

In einem Extra-Tipp in der Süddeutschen Zeitung vom 08. Januar 2015 empfahl Herbert Lohner, Referent für Naturschutz und Experte für Naturgärten des Bund für Umwelt und Naturschutz in Berlin: „Abhängig von der Steinart werden Mauern erst richtig schön, wenn sie von Moosen und Flechten überwachsen sind“. Man könne dies beschleunigen, indem man Moose und Flechten nehme und zusammen mit einem 500-Gramm-Becher Buttermilch im Küchenmixer zerkleinere. Dieses Gemisch solle man über seine Steinmauer verteilen. Leider übersah der Naturschutzfachmann, dass Flechten zu den gefährdetsten Artengruppen der Bundesrepublik Deutschland gehören; rund 55 Prozent aller Flechtenarten Deutschlands sind in der Roten Liste enthalten. Der BUND-Naturschützer wusste offensichtlich auch nicht, dass es nach § 39 des Bundesnaturschutzgesetztes verboten ist Flechten und Moose aus der Natur zu entnehmen, außer in sehr geringen Mengen für den persönlichen Bedarf.
Unsere berechtigte Frage zu diesem artenschutzrechtlich sehr bedenklichen Garten-Tipp: Betreibt der BUND eigentlich noch echten Naturschutz und wie kompetent sind seine selbsternannten Experten?

Rote Liste gefährdeter Tier-, Pflanzen- und Pilzarten

Foto Lungenflechte (Lobaria pulmonaria)
Die Lungenflechte (Lobaria pulmonaria) ist auch für Laien gut erkennbar. Die Flechte ist in Deutschland unmittelbar vom Aussterben bedroht. Luftschadstoffe und eine Zerstörung ihrer Habitate haben ihr Areal extrem stark verkleinert. © Johannes Bradtka

Wie gefährdet sind unsere  Tier-, Pflanzen- und Pilzarten? Die „Roten-Listen“ geben darüber Auskunft und informieren objektiv über die gegenwärtigen Gefährdungsursachen und über mögliche Schutzmaßnahmen. Weitere Infos zu den „Roten-Listen“ auf der Webseite des Bundesamts für Naturschutz.