Archiv der Kategorie: Artenschutz

100 Tage staatlich anerkannte Umwelt-und Naturschutzvereinigung – eine Anfangsbilanz

Das Kollisionsrisiko von Fledermäusen mit Windrädern wird bisher sträflich vernachlässigt
Das Kollisionsrisiko von Fledermäusen mit Windrädern wird bisher sträflich vernachlässigt

Die Freude war groß, als unser Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) vom Bayerischen Landesamt für Umwelt Ende Juli 2015 als Umwelt- und Naturschutzverband in Bayern anerkannt wurde.

Das Interesse der Medien war daraufhin gewaltig. Hunderte Mails sowie unzählige Briefe und Anfragen wurden von uns beantwortet. Viele Menschen aus ganz Deutschland teilten uns ihre Glückwünsche mit. 100 Tage staatlich anerkannte Umwelt-und Naturschutzvereinigung – eine Anfangsbilanz weiterlesen

Der Bayerische Windkrafterlass wird überarbeitet

Windrad bei Seedorf an der Grenze Oberpfalz/Oberfranken
Der Bayerische Windkrafterlass – ein Folterinstrument für unsere Landschaften, der Anwohner im Umfeld von Windrädern und der Vogel- und Fledermausvielfalt © M. Liegl

 

Die „Hinweise zur Planung und Genehmigung von Windkraftanlagen“, auch unter dem Kürzel  „Bayerischer Windkrafterlass“ bekannt, werden noch in diesem Jahr überarbeitet.  Eine Notwendigkeit, auf die wir bereits im Jahr           2013 in einem Schreiben an das Umweltministerium hinwiesen.

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Alpakas im Haubentaucher-Look – Und was das mit Artenvielfalt und Artenschutz zu tun hat

Alpaka
Alpakas im Haubentaucher-Look. Rechts im Hintergrund ein weiteres Exemplar. Gesehen in Bühlberg bei Burg Hoheneck in Mittelfranken.

Man muss heute schon mit allem rechnen. Wer Zebrabarben mit dem Leuchtgen von Quallen zum Leuchten bringt und in den internationalen Zierfischhandel bringt, dem ist alles zu zutrauen. Aber hier ist alles ganz harmlos. Die Alpakas sind nur geschoren, bis auf den Kopf, denn ihre Wolle ist begehrt. Doch begeistert sind sie davon nicht.  Alpakas im Haubentaucher-Look – Und was das mit Artenvielfalt und Artenschutz zu tun hat weiterlesen

Am falschen Ort

Ein tolles Gefühl, ihn in den Händen zu halten © J. Bradtka

Es war ein wunderbares Erlebnis, Ende Juni. Ich durfte einen jungen Adler in meinen Händen halten. Er war sehr ängstlich und ich spürte seinen rasenden Herzschlag. Das Gefieder des kleinen Fischadlers fühlte sich angenehm weich an. Es roch nach Reisig, den Blättern und dem Moos, das seinen Horst auf einer alten Kiefer irgendwo im Norden Bayerns auspolstert. Am falschen Ort weiterlesen

Conservation of lichens – Integration vs Segregation

Sclerophora peronella
Sclerophora peronella.This species of only a few millimeters in size is extremely rare in Europe and can only be found in larger protected areas (e.g. National Park Bavarian Forest) or in old, near-natural managed forests with a long continuity of ecological processes. It grows in bark scissures of decaying broadleaved trees (beech, sycamore maple). This lichen is threatened globally and in Germany close to becoming extinct (red listed species). Photo ©L. Stridvall

Epiphytic lichens belong to the prominent indicator groups for changes in forest ecosystems. Owing to a finely balanced but disturbance-prone symbiontic relation between fungi and algae, lichens react quicker and more sensitive to changes in site conditions and their direct environment than higher plants, fungi and animals.

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Der Löwenzahn – Ein Beitrag von Dr. Friedrich Buer

Löwenzahn
Der Löwenzahn bringt Gehwege zum Blühen.

Er blüht wunderschön, der Löwenzahn (Taraxacum officinale). Er ist gesund und braucht oft nur eine schmale Ritze im Pflaster und kostet nichts. Wild- und Honigbienen lieben ihn, von seinen Blättern und Wurzeln leben die Raupen über 40 Arten von Kleinschmetterlingen. Auch uns schmeckt er als pikanter Wildsalat und unsere Stallhäschen mümmeln ihn mit sichtlichem Vergnügen in sich hinein. Aber er hat schwere Fehler: Er ist häufig. Er kommt von allein. Er ist pflegeleicht und besonders schlimm: er kostet nichts.

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