Klima-Prophetin Greta: Santo Subito!

Das Phänomen Klima-Gretel wird wohl in die Geschichte eingehen, in die lange und leidvolle Geschichte menschlicher Irr- und Wirr nisse. Nachdem Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt, eine abgebrochene Theologie-Studentin, die 16-jährige Klima-Aktivistin in einer Kanzelrede in der evangelischen Salvatorkirche in Duisburg mit dem Propheten Amos verglich, der im achten Jahrhundert vor Christus im heutigen Israel wirkte, soziale Misstände geißelte und ein Strafgericht Gottes vorhersah, dürfte auch Gretas Selig- bzw. Heiligsprechung nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Eine entsprechende Anregung von „Klimapapst“ Hans Joachim Schellnhuber an seinen Kollegen Papst Franziskus dürfte wohl schon vorliegen. Jetzt muss sich der  richtige Papst nur noch einen Ruck gebe. Zum Glück gibt es noch keine katholische Heilige namens Greta, sodass es nicht zu Verwechslungen kommen könnte, wenn es in Zukunft heißt: Heilige Greta, errette uns vor der Klimakatastrophe!

Seit der Dürre des vergangenen Jahres hat vor allem im unglücklichen Deutschland die Klimahysterie beängstigende Ausmaße angenommen. Das Auftreten oder, besser gesagt, die Erscheinung der 16-jährigen Greta Thunberg, die als unschuldiges Kind und wegen ihrer psychischen Störung fast unangreifbar ist, stellt eine neue Qualität dar. Wer jüngst im Fernsehen die Verleihung einer Goldenen Kamera an Greta verfolgte, kann dies nachvollziehen. Wie sie da stand, die Klima-Kassandra im weißen Unschuldsgewand und den Erwachsenen die Leviten las, war ebenso traurig wie beängstigend.

Traurig, weil man hier Zeuge eines schamlosen Aktes politischen Kindesmissbrauchs  wurde. Und beängstigend, wenn man sah, wie das Publikum die prophetischen Sätze der minderjährigen Umwelt-Zuchtmeisterin begierig einatmete. Toll inszeniert das alles: Schönster Klimapopulismus. Man wundert sich, wie Jesus Christus ohne ehrgeizige Eltern und PR-Berater so weit kommen konnte.

Mit großem Tamtam wurde die Schwedin, da war sie schon für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden, in dem von Schellnhuber lange geleiteten Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung empfangen, dem Epizentrum der deutschen Klimahysterie.  Und natürlich durfte sie in der Quasselrunde von Anne Will ihre altklugen Sätze zum Besten geben.

Niemand würde sich wohl wundern, wenn Papst Franziskus die kleine Greta zur Privataudienz in den Vatikan bitten würde. Und wenn dann, wie beim Tod von Johannes Paul II., der Ruf „santo subito“ erschallen würde. Vielleicht würde Greta ja der erste Mensch sein, der schon zu Lebzeiten heiliggesprochen wird. Irgendwelche Wunder wird man schon finden vielleicht mit Hilfe von Göring- Eckardt, die bei ihrer Kanzelrede angesichts der Schülerproteste „Fridays for Future“ schon mal von einem „Wunder des Engagements“ sprach.

So unwirklich und grotesk das alles auch wirkt,  so bleibt einem doch das Lachen im Halse stecken, wenn man in das maskenhafte Antlitz dieser modernen Jeanne d’Arc blickt, wenn man ihre enthusiastischen Jünger auf den Freitagsdemonstrationen beobachtet und Politiker wie Angela Merkel oder Barack Obama, die mit selbstzerstörerischem Gestus den Furor der Jugend preisen, die ihnen, den Politikern, endlich Dampf machten.

Wer ein bisschen weiter denkt, kann sich Gretas unerbittliches Antlitz auch gut auf nicht abschaltbaren „Televisoren“ vorstellen, die überall in den Wohnungen und Häusern der Menschen hängen. Und deren Mund immer wieder den Satz formt: „I want you to panic!“  Nein, allzu weit ist das nicht mehr von einem Orwellschen Klimastaat entfernt, in dem jeder Bürger ein persönliches, nennen wir es Lebenskonto mit einem festgelegten CO2-Kontingent erhält, von dem bei jedem Einkauf, jeder Reise abgebucht wird.

Etwa so, wie es der grüne Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek aus München jüngst vorgeschlagen, um die Zahl der Flugreisen zu verringern. Er hält es für eine gute Idee, wenn jeder Bürger nur noch über eine begrenzte Anzahl von Flügen  verfügt. Nicht genutzte, können an Menschen verkauft werden, die mehr fliegen wollen.

Ein Lebenskonto böte, effektiv elektronisch geführt, auch die Möglichkeit, Vergehen gegen die Nachhaltigkeit zu bestrafen. Einmal einen Coffee to go gekauft: ein Kilogramm weniger auf dem Konto. Einmal den Klimawandel geleugnet: eine Tonne Abzug. Wenn das Konto auf null steht, würde dies einem Todesurteil gleichkommen.

Aber man hat im Klimastaat natürlich die Möglichkeit, Abbitte zu leisten. Vor dem Klimarat des eigenen Wohnbezirks kann man Selbstkritik üben und bekommt dafür ein wenig C02 gutgeschrieben. Unter Stalin hieß diese erniedrigende Prozedur „Kritik und Selbstkritik“, die in der Regel nicht verhinderte, dass die Betreffenden irgendwann doch im Gulag landeten.

9 Gedanken zu „Klima-Prophetin Greta: Santo Subito!“

  1. Diese unsachliche Art des Umgangs mit Menschen, die eine andere Meinung vertreten als Sie, ist genau der Grund dafür, daß ich im vergangenen Jahr meine Mitgliedschaft gekündigt habe. Dieser Stil ist eines von Baron v.Gutenberg gegründeten Vereins unwürdig.

    1. Die Beiträge auf dem Umwelt Watchblog sind Meinungsartikel eines einzelnen Autors, nicht des VLAB. Manche Autoren nutzen in ihren Texten gerne die Stilmittel der Persiflage oder Satire. Beim Lesen sollte man sich dessen bewusst sein.

      Der Watchblog ist nicht die offizielle Webseite des VLAB. Nachrichten über unsere Positionen und Aktivitäten finden Sie unter: https://www.landschaft-artenschutz.de/. Die von den einzelnen Autoren veröffentlichten Texte und Artikel geben daher nicht immer die Meinung des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V. (VLAB) wieder.

  2. Ich bin zwar gegen Windparks, aber ich leugne nicht den Klimawandel, denn der ist offensichtlich. Die Schüleraktionen momentan finde ich gut und richtig, da die ganz jungen Leute Engagement zeigen, das ich bei vielen anderen Bevölkerungsschichten total vermisse, insbesondere den SUV-fahrenden Gut-Verdienern mittleren Alters, die sich verhalten, als könnten wir bis in alle Ewigkeit so weitermachen wie bisher.

    1. Es ist wohltuend, einige Stimmen der Vernunft hier zu vernehmen. Man kann doch gegen die Industrialisierung der Landschaft sein, ohne mit Schaum vor dem Mund gegen die Jugendlichen herzuziehen. Ich finde, wir müssen sie für eine kritische Sicht gewinnen und nicht derart vor den Kopf stoßen! Leider kämpfen einige wie Georg Etscheit ihren persönlichen Kampf und scheinen kein wirkliches Ziel mehr zu haben. Wenn unsere kaputte Welt dann endgültig kaputtgeht, hätten sie wenigstens recht gehabt. Soll das unsere einzige Befriedigung sein? Damit werde ich mich nicht abfinden!

      1. Ich habe bei der Demo in Forchheim eine der Organisatorinnen direkt angesprochen und mich als kritischer Diskussionspartner angeboten. Bis jetzt kam keine Resonanz.
        Was wollen Sie aktiv tun oder welche Vorschläge haben Sie?

  3. Hallo Herr Etscheit, Ihr Beitrag ist absolut richtig formuliert! Übrigens hat Barack Obama geäußert „Ihr lasst euren Großvater über die Umwelt entscheiden?“ und spielte an Donald Trump an. Da hat er vielleicht nicht Unrecht, aber unsere Angela ist auch in diesem Alter! Also indirekt zu behaupten, daß die Jugend die jetzt auf die Straße geht, Recht hat ist genauso ein Unsinn. Ich habe jetzt zwei Demos Fridays For Future miterlebt. Ich hätte nie gedacht, daß sich die Schüler (Gymnasiasten) so leicht beeinflussen lassen. Bei manchen Thema z.B. rascher Kohleausstieg vermisse ich einfach das Hintergrundwissen. In Erlangen ging es jetzt soweit, daß der Klimanotstand ausgerufen werden soll
    http://www.nordbayern.de/region/erlangen/erlangen-soll-den-klimanotstand-ausrufen-1.8745488
    Das so eine Panikmache von Politiker auch noch unterstützt wird, ist verantwortungslos.

  4. Ja, es ist spannend zu sehen wie diese junge Frau bereits unsere Gesellschaft spaltet und Diskussionen auf beiden Seiten ganz schnell unsachlich werden. Mir ist es selbst schon im Bekanntenkreis passiert, dass ich in eine sehr unangenehme Diskussion um Greta Thunberg verstrickt wurde, die ich gar nicht haben wollte.

    Den Blogartikel selbst finde ich in den letzten beiden Absätzen recht düster und panikmachend. Ich nehme an, dass das hier absichtlich als schriftstellerisches Stilmittel eingesetzt wurde. Meiner Ansicht nach zeigt der Artikel damit die Stimmung auf, die die Aussagen dieser jungen Frau in der Öffentlichkeit erzeugen. Mancher reagiert mit Abwehr, andere reagieren mit Angst.

    Meine Meinung zum aktuellen gesellschaftlichen, politischen wie auch öffentlichen Umgang mit Greta Thunberg gibt folgender Absatz sehr gut wieder:
    Zitat Georg Etscheid: “Wir befinden uns in wahrhaft gefährlichen Zeiten. Kinder wie Greta Thunberg und viele nichts ahnende Schülerinnen und Schüler werden gegen die ältere Generation aufgehetzt, um die Welt vor einer angeblichen Klimakatastrophe zu retten. Dass Kinder für politische Zwecke missbraucht werden, ist eine neue Dimension der um sich greifenden Klimahysterie. Das macht Angst und erinnert an immer gleiche Versuche, die Jungen und Jüngsten für eine Revolution zu mobilisieren, die nicht ihre eigene ist und der sie später einmal selbst zum Opfer fallen werden, nach vielen anderen Opfern vor ihnen.“

    Angst und Panik sind die schlechtesten Ratgeber, die man sich für eine gute Entscheidung wünschen kann. Carola Pracht-Schäfer

  5. Zu heutigen Berliner Forderungen von „Fridays for Future“:
    1. Angesichts der Tatsache, daß geschichtlich erst die fossilen Energieträger der Menschheit ein Zeitalter des Wohlstands, der Wissenschaften und der Kultur ermöglicht haben, weise ich die Worte „dreckiger Strom“ grundsätzlich und für jeden Einzelfall zurück
    2. Die Behauptung von „Überproduktion an dreckigem Strom“ weise ich zurück, weil die Verursachung von Überproduktion erst mit Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom überhaupt begann. Vorher hat es diese Überproduktion dank stets optimierter Kraftwerksstruktur unter Einbeziehung der Verbrauchsschwerpunkte nicht gegeben
    3. Die Forderung ein Viertel der deutschen Kohlekraftwerke noch in diesem Jahr abzuschalten, weil das aufgrund der Überproduktion an „dreckigem Strom“ hierzulande angeblich machbar sei, weise ich als höchst verantwortungslos zurück. Diese Forderung kann nur auf Grund weitverbreiterter unzureichender Kenntnisse und Erfahrungen zur Physik der Elektrizitätsversorgung entstanden sein
    4. Der Verkündungsort Berliner Naturkundemuseum mit Saurierskeletten steht dafür, daß der Klimawandel schon immer ohne Zutun des Menschen zu größten Veränderungen fähig war

  6. Zur vermeintlichen Unsachlichkeit,die hier angeführt wird,ist doch zu sagen,dass die peinlichen Behauptungen der militanten
    Klimahysteriker nur auf diese Art und Weise beantwortet werden können.Den Schülern fehlt doch jegliches Grundwissen,sie sind schlicht Nachläufer nach den Parolen,die von den Meinungsmachern um den sattsam bekannten Merkelberater ausgegeben werden.Wirkungsvoller wären im Übrigen auch Demonstrationen außerhalb der Schulzeit.

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