Was unterscheidet einen Blog von einem online-Magazin?

Gleich vorweg: Die Beiträge auf dem Umwelt Watchblog sind Meinungsartikel eines jeden einzelnen Autors, nicht des VLAB. Sachlichkeit, Ausgewogenheit und Korrektheit sind Ziele eines Magazins. Ein Blog sollte durchaus mit seinen Artikeln provozieren und zur kontroversen Diskussion anregen. Manche unserer Autoren nutzen deshalb in ihren Texten gerne die  Stilmittel der Persiflage, Satire oder Polemik. Wer das nicht mag, dem sei das Börsen- oder Bundesgesetzblatt empfohlen.

Der Umwelt Watchblog hat keine fest angestellten Autoren. Wir verzichten bewusst auf Werbeeinnahmen durch Anzeigen. Artikel in denen Werbebotschaften versteckt sind, lehnen wir ab. Gelegenheit dazu hätten wir schon öfters gehabt. Unser Pech: Wir erhalten dadurch kein Geld. Unser Glück: Wir sind in der Auswahl der Themen und Darstellungsform vollkommen unabhängig und frei. Das ist oft wichtiger als Geld!

Während ein online Magazin jeden ihrer Artikel gründlich lektoriert und strikt redaktionelle Vorgaben von den Autoren einfordert, können Thema, Länge und Inhalte eines Blogs relativ freizügig gestaltet werden. Wir zensieren nicht, veröffentlichen jedoch nur Artikel, die ein gewisses Maß an Schreib- und Sprachkultur beinhalten. Beiträge mit Beleidigungen, rassistische Kommentare oder diskriminierende Statements gegenüber Minderheiten werden gelöscht.

Der Watchblog ist natürlich nicht die offizielle Webseite des VLAB. Dessen sollte man sich beim Lesen immer bewusst sein. Nachrichten über Positionen und Aktivitäten des VLAB finden Sie unter: https://www.landschaft-artenschutz.de/

Weiterhin viel Spaß und gute Unterhaltung mit und auf dem Umwelt Watchblog!

2 Gedanken zu „Was unterscheidet einen Blog von einem online-Magazin?“

  1. Was Johannes Bradtka ganz zutreffend als Anforderung an ein (online-)“Magazin“ formuliert, gilt nicht nur für das Internet und online-Dienste, sondern auch und insbesondere vor dem Bildungs-Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender für das, was im ARD/ZDF-Fernsehen den Zuschauern als Hintergrund und Fakten präsentiert wird. Denn auch dort werden die Inhalte als online-Magazine angeboten.

    Seit Jahren wird nun die journalistische Sorgfaltspflicht verletzt, wenn es um den Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und sogenannter Energiewende geht. Und zwar sprachlich wie inhaltlich.

    Das jüngste Beispiel hat heute morgen (09. April 2019 gegen 6.10 Uhr) das ZDF in seinem „Morgenmagazin“ geliefert: In einem wenige Minuten dauernden Beitrag mit dem Titel „Wo steht die Energiewende“ hat die berichtende Journalistin es geschafft, eine fahrlässige, tendenziöse und in weiten Teilen falsche Darstellung abzuliefern – wohlgemerkt als Beitrag zu den Hintergrund-Fakten der Energiewende deklariert. Kurz zusammengefasst (Originalton Homepage ZDF):

    „Die Energiewende in Deutschland stagniert, es mangelt vor allem an neuen Windrädern. Grund: Immer mehr Bürgerinitiativen klagen gegen Windpark-Pläne.“ (https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/wo-steht-die-energiewende-100.html).

    Leider bietet der Sender – aus gutem Grunde? – kein Video des Beitrages an. Es sei deshalb auf einige „Highlights“ der insgesamt fehlerhaften Tendenz hingewiesen:
    Deutschland hat die Strompreise seit der Jahrtausendwende ungefähr verdoppelt. Schuld daran sind nicht etwa die teuren „Nebenkosten“ der Energiewende, sondern die Klagen „vieler Bürgerinitiativen“, die den „ambitionierten Zielen“ der Bundesregierung entgegenlaufen. Zu Wort kommt einer der wenigen von den öffentlich-rechtlichen seit Jahren „auserlesenen“ Experten, in diesem Falle nicht überraschend Prof. Volker Quaschning, notorischer Einpeitscher der Erneuerbaren-Energien und neuerdings im Stil eines Volkstribuns auftretender Trittbrettfahrer und Einsager der „Fidays for Future“-Bewegung, der von einer nötigen „Versechsfachung“ (!) des Zubaus der Windkraft spricht, um der Klimakatastrophe zu entgehen. Sonst nämlich, so Quaschning, würden die „Klimaforscher“ eine Erhöhung der Temperatur um 5 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts voraussagen.

    Da darf man sich schon die Augen reiben ob so viel „Ausgewogenheit“ und gekonnter „Recherche“: Wieder einmal werden Welt-Klima und deutsche Windindustrieanlagen zu einem Brei gerührt. Kritiker der nicht nur ökonomisch aus dem Ruder laufenden Deutschen Energiewende kommen ohnehin (und wie immer) nicht zu Wort. Dafür sind sie, diese Kritiker, für die ganz alleine dort, bei den „Think-tanks“ und Machern der Energiewende erzeugten und zu verantwortenden horrenden Preissteigerungen des Stroms für die Kunden verantwortlich. Aber nicht nur das. Ohne Versechsfachung des Windkraftzubaus drohen 5 Grad Erwärmung, und Schuld an allem sind die „vielen“ Bürgerinitiativen, die ambitionierte Weltrettungsprogramme der Bundesregierung und der Windkraft-Branche verhindern.

    Vor Jahren hätte eine solche fahrlässig-falsche Berichterstattung wohl die Hürde einer Endredaktion nicht genommen. Und sie müsste angesichts der kaum versteckten Hetze gegen Kritik an der Energiewende und angesichts nachweisbarer Fehler und gezielter Volksverdummung eigentlich auch heute noch Anlass einer Programmbeschwerde sein. Die aber kann man sich schenken angesichts der Arroganz der Macht, die inzwischen auch die Spitzen der deutschen Medien-Elite ausstrahlen.

    Da gibt es also künstliche Aufregung über pointierte Sprache im Umwelt-Watchblog. Wo aber bleibt der Aufschrei der Gebildeten gegen notorische, gezielte Fehlinformation sogar durch Öffentlich-Rechtliche, wenn es um den Zustand und die Folgen der „Energiewende“ geht?

    Johannes Bradtka sei gedankt für die Klarstellung. Hoffentlich bleibt der Umwelt-Watchblog angesichts des Zustandes des Mainstreams der Journaille sprachlich pointiert, der Sache verpflichtet, mutig und unabhängig.

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