Alle Beiträge von Johannes Bradtka

Windräder drehen sich in Bayern jenseits der Rechtsnormen

WindradWollten Sie in Wäldern oder auf markanten Landschaftserhebungen ein oder mehrere Gebäude errichten, müssten Sie einen langwierigen komplizierten Rechtsweg durchlaufen. Spätestens die einschlägigen Bau- und Naturschutzgesetze  würden ihr Bauvorhaben, meist zurecht, zu Fall bringen. Ganz anders bei Windrädern:

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Aktionsjahr Waldnaturschutz in Bayern hat begonnen

Waldnaturschutz ist jedoch meist ein Fremdwort bei der Waldbewirtschaftung in Bayern. Auch ein Aktionsjahr wird daran wenig ändern. Notwendig wäre eine intensive naturschutzfachliche Aus- und Fortbildung der im Wald Verantwortlichen, verbunden mit einem effektiven Controlling.

Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise der artenreiche Schluchtwald in der Pähler Schlucht im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau viel zu stark durchforstet. Es wurden fast alle starken Altbäume entfernt. Die spezielle Flora und Fauna des Schluchtwaldes wurde durch die extreme Auflichtung vielfach zerstört oder stark geschädigt. Der Einsatz wurde von einem Diplom-Forstwirt geplant und geleitet. (Kurzvideo auf YouTube)

Ökodiktatur, Big Business und Klimawandel

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(…)Christus ist durch die biblische Überlieferung zum Sinnbild geworden – für all jene, die verspottet und verachtet werden. Genau das geschieht derzeit mit uns Energiewende-Akteuren, die vor Jahrzehnten mit viel Idealismus angetreten sind, um für eine nachhaltige Energieerzeugung und damit den Erhalt der Erde zu kämpfen“, so die Worte des Präsidenten des Bundesverbandes Windenergie,  Hermann Albers (Albers 2014). Seine Sätze sind nicht nur Blasphemie par excellence, sondern auch angsterregender Ökofundamentalismus in reinster Ausprägung.

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Artenschutz und Windenergieanlagen

Ein seltener Brutvogel in Süddeutschland: Der Fischadler. Seit einigen Jahren brüten 6 Paare in der Oberpfalz im nördlichen Bayern. © Johannes Bradtka
Ein seltener Brutvogel in Süddeutschland: Der Fischadler. Seit einigen Jahren brüten 6 Paare in der Oberpfalz im nördlichen Bayern. © Johannes Bradtka

Seit einigen Monaten liegt eine aktualisierte Fassung von Abstands- und Prüfradien zur Vermeidung von Vogelschlagopfern an Windkraftanlagen, die sogenannte Fachkonvention „Abstandsregelungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter Vogelarten“, vor. Die Studie wurde von der Länder-Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten herausgegeben und überarbeitet. Leider findet die überarbeitete Fachkonvention bisher keine Anwendung. Sie stößt auf große politische Widerstände in einzelnen Bundesländern. Offensichtlich befürchtet man, die aktualisierte Fachkonvention würde den Bau von Windkraftanlagen erschweren. Artenschutz und Windenergieanlagen weiterlesen

Wie begrünt man eine Trockenmauer?

In einem Extra-Tipp in der Süddeutschen Zeitung vom 08. Januar 2015 empfahl Herbert Lohner, Referent für Naturschutz und Experte für Naturgärten des Bund für Umwelt und Naturschutz in Berlin: “Abhängig von der Steinart werden Mauern erst richtig schön, wenn sie von Moosen und Flechten überwachsen sind”. Man könne dies beschleunigen, indem man Moose und Flechten nehme und zusammen mit einem 500-Gramm-Becher Buttermilch im Küchenmixer zerkleinere. Dieses Gemisch solle man über seine Steinmauer verteilen. Leider übersah der Naturschutzfachmann, dass Flechten zu den gefährdetsten Artengruppen der Bundesrepublik Deutschland gehören; rund 55 Prozent aller Flechtenarten Deutschlands sind in der Roten Liste enthalten. Der BUND-Naturschützer wusste offensichtlich auch nicht, dass es nach § 39 des Bundesnaturschutzgesetztes verboten ist Flechten und Moose aus der Natur zu entnehmen, außer in sehr geringen Mengen für den persönlichen Bedarf.
Unsere berechtigte Frage zu diesem artenschutzrechtlich sehr bedenklichen Garten-Tipp: Betreibt der BUND eigentlich noch echten Naturschutz und wie kompetent sind seine selbsternannten Experten?

Sind unbewirtschaftete Wälder artenreicher als Wirtschaftswälder?

Das Jahr 2015 wurde von dem bayerischen Forstminister Helmut Brunner zum „Aktionsjahr Waldnaturschutz“ erklärt. In seiner Regierungserklärung v. 01.07.2014 skizzierte er den „Bayerischen Weg“ im Waldnaturschutz: „Durch die Berücksichtigung von Naturschutzaspekten auf der ganzen Waldfläche Bayerns erreichen wir eine viel größere Breitenwirkung als durch zusätzliche Großschutzgebiete. Und es ist einfach falsch, dass Waldnaturschutz nur in Naturschutzgebieten oder Nationalparken möglich sein soll (…). Das Motto des Bayerischen Wegs in der Waldbewirtschaftung heißt deshalb: Schützen und Nutzen auf ganzer Fläche.“
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Windräder in Kulturlandschaften und Wäldern

Gedanken und Forderungen aus Sicht eines Umwelt- und Naturschutzvereins 

„Wir müssen heute mehr denn je mit der Schönheit gegen die Hässlichkeit kämpfen. Werden wir auch bald ins Museum gehen, um schöne Landschaften zu betrachten?“ fragte 2003 HUBERT WEIGER, der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (ARBTER 2003). Heute müssen wir ihm leider antworten: Ja, verehrter Herr Professor WEIGER, ihre Befürchtung wird zur bitteren Realität. Das Schöne kämpft gegenwärtig gegen das Hässliche. Traurigerweise bekennt sich der Bund für Umwelt und Naturschutz seit einigen Jahren zur Hässlichkeit, anstatt zu schönen Landschaften und deren Lebensvielfalt in Bayern. Windräder in Kulturlandschaften und Wäldern weiterlesen