Julen und die Klimahysteriker

Skrupellose Ideologen jeder Couleur wissen es: Mit Kindern lässt sich wundervoll Propaganda machen. Deshalb lassen sich die Potentaten auch gerne Blumensträuße von den Knirpsen überreichen, die ja nicht wissen können, welchem Massenmörder sie das Grünzeug in die Hand drücken.

Auch Klimaaktivisten machen sich den Tränendrüseneffekt von Kindern zunutze, wie die jüngsten Schülerdemos zeigen sowie die Instrumentalisierung der 16-jährigen unter einer Variante des Autismus leidenden Schwedin Greta im medialen Feldzug gegen die Erderwärmung. Und jetzt auch der tragische Unfalltod des kleinen Julen in Spanien.

Vor wenigen Tagen erst wurde das zweijährige Kind tot aus einem mehr als 100 Meter tiefen Loch geborgen, in das er hineingefallen war, als die Eltern in der Nähe picknickten. Es handelte sich um einen offenbar illegal gebohrten Brunnen in der Gemeinde Totalan unweit von Malaga in der spanischen Provinz Andalusien. Ein spektakulärer Unglücksfall, der tagelang Topthema in den Medien war. Tragisch vor allem für die Eltern des kleinen Julen, die schon einmal ein Kind infolge eines Herzleidens verloren hatten.

Natürlich berichtete auch Spiegel-Online über das Unglück. Eigentlich müsste man annehmen, dass sich das im Zuge des Relotius-Fälschungsskandals vom „Sturmgeschütz der Demokratie“ zum Rohrkrepierer geschrumpfte Nachrichtenmagazin ein wenig journalistische Zurückhaltung auferlegt hätte. Aber nein, der Spiegel-Redakteur konnte es nicht lassen, wieder munter drauflos zu schwadronieren:

„Das Schicksal des zweijährigen Julen, der in der Nacht zum Samstag tot aus einem 107 Meter tiefen Loch geborgen wurde, hielt rund zwei Wochen Spanien und die halbe Welt in Atem. Bisher war das ein menschliches Drama. Jetzt, wo aus der vergeblichen Rettungsaktion eine tragische Bergung wurde, rücken Fragen nach Ursachen und Schuld in den Vordergrund.

Auf über eine Million schätzt die Umweltschutzorganisation Greenpeace die Zahl solcher illegalen Brunnen-Bohrungen. Man kann all das als fatale Verkettung von Zufällen sehen, die in die größtmögliche Katastrophe mündeten. Oder man kann überspitzt sagen, dass Julen starb, weil Spanien verdorrt – er wäre damit ein mittelbares Opfer des Klimawandels.“

Ohne Verweis auf den Klimawandel kommt heutzutage kaum noch ein Zeitungsartikel oder Medienbericht aus. Doch dass man jetzt auch Julen zum Opfer der vom Menschen verstärkten Erderwärmung stilisiert, offenbart eine neue, besonders perfide Dimension der grassierenden Klimahysterie.

Zunächst ist festzustellen, dass die Region Andalusien schon seit Jahrhunderten zu den heißesten und trockensten Gegenden Europas gehört. In dem semi-ariden, also wüstenähnlichen Klima ist Trockenheit normal . Nur im Winter und Frühling regnet es dort signifikant. Wobei das vergangene Jahr in vielen Teilen Spaniens sogar besonders regenreich war. Eine länger andauernde Dürrephase, die natürlich in den Medien ausgiebig skandalisiert wurde, ist damit zumindest vorerst beendet.

Dass in Andalusien eine latente oder zuweilen auch akute Wasserknappheit herrscht, ist nicht dem Klimawandel zuzuschreiben, sondern dem dort herrschenden Klima und einer nicht an diese klimatischen Bedingungen angepassten Landwirtschaft, die vor allem Deutschland mit Tomaten, Melonen und anderem extrem wasserhaltigem Obst und Gemüse versorgt.

Weiter verschärft wird die Situation durch den Massentourismus an der andalusischen Costa del Sol mit Hotspots wie Marbella und Torremolinos,  der enorme Mengen an Trinkwasser verbraucht – schließlich wollen sich die Strandurlauber ja mehrmals am Tag das klebrige Salzwasser von der Haut waschen.

Auf der Suche nach dem knappen Gut Wasser versuchen Bauern und Privatleute, das sehr tief liegende Grundwasser anzuzapfen. Viele dieser bei „Nacht und Nebel“ ohne behördliche Genehmigung vorgenommenen Bohrungen sind erfolglos und werden danach nicht ausgreichend gesichert. Deswegen kommt es immer wieder zu Unglücken.

Der kleine Julen ist nicht – auch nicht „überspitzt“ gesagt – das indirekte Opfer des Klimawandels. Er ist das Opfer fahrlässiger Landwirte, schlampiger Behörden, einer fehlgeleiteten EU-Agrarpolitik und eines ausufernden Tourismus.

Und er ist nicht zuletzt das Opfer unserer eigenen Konsumgewohnheiten. Schließlich sind wir es, die auch in der kalten Jahreszeit nicht auf frische Tomaten, Zucchini, Gurken und Erdbeeren aus spanischen Gewächshäusern verzichten wollen. Andalusiens Landwirte verkaufen jedes Jahr Obst und Gemüse im Wert von mehr als vier Milliarden Euro, einen großen Teil davon nach Deutschland. Ausgerechnet die andalusische Halbwüste gilt heute als der Obst und Gemüsegarten Europas,  eine groteske Vorstellung.

In Andalusien wird zwar immer mehr Obst und Gemüse auch in Bio-Qualität erzeugt. Dies sagt allerdings nichts aus über den ungeheuren Wasserverbrauch der dortigen Landwirtschaft. Um 500 Gramm Erdbeeren zu produzieren, werden etwa 50 Liter Wasser benötigt. Ähnlich sieht es bei Tomate, Gurken und anderen Erzeugnissen aus, die unter den endlosen Foliendächern des „Mar del Plastico“ bei Almeria gedeihen.

Wenn nun versucht wird, einen Zusammenhang zwischen dem Tod des kleinen Jungen in Spanien und der Erderwärmung zu konstruieren, werden damit Kritiker der Energiewende und der Klimahysterie gewissermaßen zu Mittätern gemacht. Jetzt wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis man auch die „Klimalüge“ unter Strafe stellt.

Fragt sich eigentlich nur noch, wer der grüne Diktator sein wird, der eines Tages die Blumengrüße der Kinder entgegennimmt.

 

 

 

 

3 Gedanken zu „Julen und die Klimahysteriker“

  1. Sehr guter Artikel! Einfach logisch denken und eins und eins zusammen zählen, schon ist man der Wahrheit auf der Spur.
    Wir sprechen uns dann im Gefängnis wieder!

    Guten Abend, G.Erdmann

  2. Die zweite Stufe der Ausgrenzung kritischer Köpfe in Sachen Energiewende ist längst gezündet. In einem einschlägigen Schriftwechsel haben Windkraftprofiteure ihre fundierten Kritiker schon als „Klimaschänder“ bezeichnet. Jede Form kritischer Hinterfragung scheint unliebsam und wird bekämpft. Es hat den Anschein, als wären wir hinsichtlich Energiewende in einem totalitären System gelandet.
    Die Journaille sinkt indes im Rahmen des Klima-Hypes immer tiefer. So ist die unanständige Formulierung um den Tod des Jungen im illegalen Bohrloch nicht nur vom nicht mehr ernst zu nehmenden „Spiegel“ kolportiert worden, sondern geisterte auch in den Nachrichtenrubriken einiger Internetdienste.

    Noch bis vor wenigen Jahren waren Recherchen zur Umweltproblematik im weitesten Sinne gründlich – auch speziell zur ausufernden Bewässerungsproblematik in Südspanien: So wurde beispielsweise schon ab 2012 vielfach und ernsthaft über die Bedrohung des einzigartigen Ökosystems an der Mündung des Rio Guadalquivir an der Costa de la Luz, Coto Donana, durch illegale Brunnen für die Erdbeerbewässerung berichtet. Ein Klick auf einschlägigen Suchmaschinen genügt, dies im Internet nachzuforschen. Es gab Zeiten, da hat sogar der „Weltspiegel“ der ARD Naturschutzfragen sachlich und nicht rein anthropozentrisch aufgegriffen. Der Austausch des Begriffes „Natur“ durch den allgegenwärtigen „Klimaschutz“ ist das Menetekel unseres Zeitgeistes. Ist der „Klimawandel“ transportiert, so scheint es, ist man auf der sicheren Seite der Berücksichtigung. Mahnung und Einrede sind, was die schneller als je grassierende Naturzerstörung betrifft, so was von „out“.
    Ein Beispiel: Am 27. Januar 2019 berichtet der „Weltspiegel“ in einem putzig aufgemachten Beitrag über die Zukunft des Skilaufens in China (https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/china-skiparadies-100.html). Mehrfach sind in den Bildern kolossale Umwelt- und Naturzerstörungen zu erkennen, Rodungen von Wäldern, Planierungen in gigantischem Ausmaß, es ist von 800 (!) neuen Skigebieten die Rede. Man sieht künstliche Beschneiung in Trockengebieten, in denen so gut wie nie Schnee fällt…Dem Autor gelingt das Kunststück, mit keinem Wort auf diesen Aspekt auch nur am Rande einzugehen.

    Längst wäre so etwas wie eine spezielle Task Force für aufgeklärten und seriösen Journalismus nötig, wenn es um Umwelt- und Naturschutzfragen geht. Denn die Liste der Verfehlungen und krasser Fehlberichterstattung, von naiver Einseitigkeit und Tendenz wird immer länger. Der einseitige Fokus auf „Klima“ und die Fiktion „Klimaschutz“ führt zur gefährlichen Verengung der Horizonte, wenn es um das wahre Ausmaß der vom Menschen verursachten Ökologischen Krise unseres Planeten geht.

  3. Klimaveränderungen gab´s schon immer. So auch in heutiger Zeit wieder; das ist nichts besonderes.

    NICHT Co2 , oder Dieselpupse (wer kritisiert übrigens die gigantischen Verpestungen der Flugzeuge und Schiffsmonster?) – sondern andere menschengemachte Katastrophen werden dieser Erde den Garaus machen: Verpestung /Vermüllung der Meere, des Landes (Gifte jeglicher Art, Plastik etc. )

    Und dann eben vor allem die gigantische Verseuchung dieser Erde mit den gigantischen Menschenmassen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Erde kollabiert.-
    Der mickerige Deutsch-Michl-Nachwuchs ist daran aber wahrlich am wenigsten Schuld!

    Doch Fakt: Eine parasitär und asozial lebende Menschheit vermehrt sich täglich um 200 000 Köpfe – die Apokalypse für unsere geschundene Erde. Die „Dornenkrone der Schöpfung“ hat die Erde zu einem einzigen gigantischen Müllplatz und Friedhof gemacht.

    Da gibt´s nix schönzureden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.