End of Landschaft – Start einer Kinodoku zur Energiewende

Der Odenwald ist ein besonders liebenswertes Fleckchen Erde im Herzen Deutschlands. Begrenzt vom Spessart im Norden, dem Nordschwarzwald im Süden und dem Rheintal im Westen, erstreckt sich diese ländliche Region über drei Bundesländer: Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Hier gibt es sie noch, jene feinherben Landstriche, wie sie wohl nur deutsche Mittelgebirge auszeichnen, ein abwechslungsreiches Mosaik aus Felder, Äckern, Wiesen und Wäldern, durchsetzt mit zahllosen Streuobstwiesen, akzentuiert von Gehöften, Dörfern, Burgen und Schlössern, Sandsteinformationen und Vulkankegeln wie dem Katzenbuckel, der mit 626 Metern höchsten Erhebung des Odenwaldes. Wegen seiner  besonderen Anmut nennt man dieses Land auch die „hessische Toskana“.

Vor zwei Jahren erfuhr der Journalist und Filmemacher Jörg Rehmann, dass die schwarz-grüne hessische Landesregierung nun auch den noch weitgehend unzerschnittenen Odenwald in ein Windindustriegebiet umwandeln will. Mehr als 400 Windräder sollten bzw. sollen hier gebaut werden. Überall im Odenwald
entstanden in Windeseile Bürgerinitiativen, die sich gegen die Invasion der Windmühlen engagierten und versuchten, der Erneuerbare-Energien-Lobby, ideologisierten Politikern und einer politisch instrumentalisierten Verwaltung Paroli zu bieten. Einer Verwaltung, die viele Projekte in bei Nacht und Nebel und ohne ausreichende Planungsgrundlage durchwinkte und dabei immer wieder geltendes Naturschutzrecht konsequent missachtete.

Rehmann, der selbst aus dem von der Windkraft schon weitgehend zerstörten Hunsrück stammt, machte sich daran,  den bis heute andauernden Kampf der Bürger im Odenwald mit Kamera und Mikrophon zu dokumentieren. Im Zuge seiner Recherchen besuchte er auch andere Brennpunkte der deutschen „Energiewende“, im Hunsrück, in Bayern sowie an Nord- und Ostsee.  Das Ergebnis seiner Arbeit liegt jetzt vor. „End of Landschaft“ hat Rehmann seinen gut 100-minütigen Dokumentarfilm übertitelt, der am Dienstag im Darmstädter Citydome Heila-Kino Premiere hatte.

Rehmann gelingt es, die kaum fassbaren Ungereimtheiten und handfesten Skandale des „Jahrhundertprojektes“ Energiewende deutlich zu machen, er lässt hochrangige Experten zu Wort kommen und schildert mit großem Feingefühl die Leiden und Konflikte, in die die Energiewende vor allem die Menschen auf dem Land gestürzt hat. Sie müssen Beschlüsse ausbaden, die meist von städtisch sozialisierten Politikern gefasst wurden, zum Wohle einer sich grün gerierenden Klientel, die sich per Ökostromabo einen Ablass erkauft, um weiterhin – und endlich mit gutem Gewissen – einem Energie intensiven und unökologischen Lebensstil zu frönen.  Und natürlich gibt Rehmann auch der Natur eine Stimme, die ebenfalls zum Opfer einer Lebens verachtenden Politik zu werden droht.  Dabei gelingen ihm immer wieder bewegende Bilder aus einer der letzten, noch weitgehend intakten Kultur- und Naturlandschaften Deutschlands.

Der Film liegt auch als knapp einstündige Kurzfassung vor. Vor allem diese Version eignet sich besonders gut, um sie im Rahmen von Informations- und Diskussionsveranstaltungen gegen Windkraftprojekte in ganz Deutschland zu präsentieren. Der Odenwald steht dabei pars pro toto für den Irrsinn, der längst das ganze Land erfasst hat.

Kontakt: https://joerg-rehmann.de/blog/2018/09/19/end-of-landschaft/

Pressematerialien:https://joerg-rehmann.de/blog/download-category/end-of-landschaft-presse/

 

3 Gedanken zu „End of Landschaft – Start einer Kinodoku zur Energiewende“

  1. Ich danke Jörg Rehmann und allen Windrad-Gegnern – also Gegnern des ganze Ökosysteme irreversibel zerstörenden Irrsinns unter dem Vorwand Ökostrom und Klimaschutz, die weder auf diese Weise erreichbar noch schützbar sind – für ihren unermüdlichen Einsatz. Es gibt bundesweit ca. 1.000 BI gegen den politischen Windrad-Wahnsinn – und es sind trotzdem zu wenige und zu viele Menschen begreifen immer noch nicht. Mit diesem politischen Windrad-Irrsinn, für den Recht und Gesetz permanent gebrochen wird und zusätzlich die Verbraucher finanziell ausbluten – EEG-Umlage = pro Jahr 28 Milliarden Euro zu Lasten der Verbraucher zu Gunsten einiger Weniger – werden nicht nur ganze Ökosysteme irreversibel zerstört, sondern auch Artenschutzprobleme in nie dagewesenem Ausmaß geschaffen. Nicht nur durch das Zerschreddern von Flugtieren und die Vernichtung ihrer Lebensräume und Brutstätten, sondern auch in Folge des Infraschalls, in Folge dessen nicht nur Menschen krank und siech werden, sondern auch ganze Tierbestände kollabieren: Landtiere, Flugtiere, Wassertiere. Auch an den Pflanzen – Infraschall wirkt in einem Radius von bis zu 25 km pro Windrad – werden die schädlichen Folgen nicht vorbei gehen. Sie sind noch nicht absehbar. Pro Windrad wurde Wald/Natur in Größe von 1 ½ Fußballfeldern dauerhaft vernichtet, denn auch nach dem Aufstellen der Monster wird dieser Windrad-Freiraum freigehalten. Wertvoller Wald und Waldboden wurde mit zigtausenden Tonnen Beton und hunderten Tonnen Stahl vernichtet und wenn ein Windrad brennt, dann brennt’s, denn sie sind nicht löschbar. Nicht durch das nicht ausreichend vorhandene Wasser vor Ort, was nicht rechtzeitig und genug ergänzt werden kann und nicht durch die Höhe, in der sie brennen. Waldbrände sind ebenso absehbar wie Bergrutsche. Die Menschen in den ländlichen Gegenden wurden mehrfach geschädigt, nicht nur durch die EEG-Umlage und dem Ausgeliefertsein der vielfältigen Belastungen durch Windräder, sondern ihre Immobilien wurden dadurch entwertet. Das kommt Enteignung gleich.Vermutlich ist dies alles auch ein Vorläufer der politikergewollten Industrialisierung unserer Wälder und dem Vorhaben, die ländlichen Gegenden zu entsiedeln. Abschließend: Nach 20 Jahren werden die Windmonster abgebaut, aber sie sind nicht recyclebar, das heißt, sie müssen als Sondermüll deponiert werden. Dann sollen die „Grünen“ & Co. schon mal anfangen, diese Deponien vorzubereiten, denn einige Jahre sind mancherorts schon vorbei. Am besten deponiert man dann diesen Sondermüll in den Häusern unserer völlig abgehobenen, völlig überbezahlten Politiker. Das hätten sie verdient.

  2. …mir gefallen Windräder auch nicht, aber ich mag auch keine Monokulturen für Biogasanlagen, keine zerstörten Flüsse wegen Staudämmen für E- Werke, selbst Solardächer find ich auf den Bauernhöfen hässlich. Über Kohle brauchen wir wohl nicht reden. Am Wenigsten aber möchte ich Kernkraft, find ich vollkommen verantwortungslos. Woher soll also der Strom für die vielen Menschen kommen, selbst wenn man sparen würd, wofür ich bin. Auch unsere Industrie und das Handwerk braucht Strom, selbst Eure Kinovorführung!
    Habt Ihr denn da ein Konzept?
    Liebe Grüße,
    Veronika

    1. Es gehört nicht zu den originären Aufgaben einer Naturschutzvereinigung, ein Energiekonzept zu erstellen. Dafür ist die Politik, insbesondere das Wirtschafts- und Energieministerium, zuständig. Es setzt die Rahmenbedingungen und gibt den Weg der künftigen Energieversorgung in Deutschland vor. Wir stellen uns einen naturverträglichen Mix aus PV-Anlagen auf Dächern, der Wasserkraft, Geothermie, Blockheizkraftwerken und Biogasanlagen betrieben mit Pflanzenreststoffen und Gülle (ohne Mais und Getreide!) vor. Als wesentliche Grundlage und zur Sicherung der Grundlast sind neue umweltverträgliche und hocheffiziente Gas-Dampf-Kombi-Kraftwerke zu bauen. Zusätzlich sind die vielfältigen Möglichkeiten zur Energieeinsparung und Effizienz auszuschöpfen. Die intensive Erforschung der Kernfusion – bitte nicht verwechseln mit der Kernspaltung – muss deutlich stärker als bisher gefördert werden. http://www.ipp.mpg.de/ippcms/de/pr/fusion21/kernfusion/index

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