Es gibt Themen, über die alles gesagt scheint und doch nichts ankommt. Das Insektensterben gehört dazu. Seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftler, Umweltverbände und Naturschützer vor dem dramatischen Verlust der biologischen Vielfalt. Es fließt Geld, es gibt Berichte, Förderprogramme, Gipfeltreffen, Aktionspläne. Alle zwei Jahre tagt der Weltnaturgipfel, regelmäßig erscheinen neue Studien, die den Rückgang ganzer Insektengruppen belegen. Immer mehr Tierarten rutschen auf die Rote Liste, andere verschwinden, ohne dass wir ihren Namen je gehört haben. Und trotzdem leben viele weiter, als beträfe uns all das nicht wirklich. Das leise Verschwinden – warum uns das Artensterben noch immer nicht erreicht. Ein Gastbeitrag von Susanne Schüßler weiterlesen
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Töten für den Artenschutz? Wenn Naturschutz zur Gratwanderung wird
Schon die Überschrift wirkt paradox und löst bei vielen Tier- und Naturschützern Unbehagen aus: Darf — oder soll — man gezielt Tiere einer Art töten, um andere Arten zu retten? Auf den ersten Blick erscheint das widersprüchlich, ja grotesk. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, wie weit diese Frage über eine einfache „Ja oder Nein“-Entscheidung hinausgeht. Töten für den Artenschutz? Wenn Naturschutz zur Gratwanderung wird weiterlesen
Volksbegehren “Rettet die Bienen!” – beteiligen oder nicht?
Seit einigen Tagen läuft in Bayern das Volksbegehren „Rettet die Bienen!“. Es wurde von der ÖDP initiiert und wird von vielen Gruppierungen, Vereinen und Unternehmen unterstützt. Kurz gesagt sind die meisten Inhalte des Volksbegehrens gut und sinnvoll. Einige für den Arten- und Insektenschutz wichtige Punkte fehlen jedoch. Die eine oder andere Begründung im Volksbegehren ist recht kurios. Nicht alle Unterstützer des Volksbegehrens haben sich in der Vergangenheit als Artenschützer ausgezeichnet. Volksbegehren “Rettet die Bienen!” – beteiligen oder nicht? weiterlesen
Die Bedeutung regionaler Wiedereinbürgerungen für den Artenschutz und für die Biodiversität

Der Bayerische Naturschutzfonds lehnte Anfang Mai den VLAB-Antrag zur finanziellen Förderung der Wiedereinbürgerung des Habichtskauzes in Nordostbayern mit fadenscheinigen Gründen ab. Restvorkommen des Habichtskauzes existieren gegenwärtig in Mitteleuropa nur noch in Tschechien, Österreich und dem Bayerischen Wald. Die Wiederansiedlung dieser Art in Nordbayern wird nicht nur ihr Aussterberisiko verringern, sondern auch den Genpool der Art deutlich verbessern. Die Bedeutung regionaler Wiedereinbürgerungen für den Artenschutz und für die Biodiversität weiterlesen