Die Urgesteine des Naturschutzes in Deutschland, Enoch Freiherr zu Guttenberg und Hubert Weinzierl, werden ab Oktober 2015 die Ehrenpräsidentschaft im Verein für Landschaftspflege & Artenschutz in Bayern (VLAB) übernehmen. Enoch zu Guttenberg und Hubert Weinzierl als Ehrenpräsidenten designiert weiterlesen
Archiv der Kategorie: Waldökologie
Worte des Bund Naturschutz Chefs Hubert Weiger – kommentiert von Enoch zu Guttenberg

Auszüge aus dem Vorwort von Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND), zu dem Bildband „Bilder meiner Landschaft“ von Klaus Arbter, mit Kommentaren von Enoch zu Guttenberg. Worte des Bund Naturschutz Chefs Hubert Weiger – kommentiert von Enoch zu Guttenberg weiterlesen
Ersatzzahlungen für Naturzerstörung – eine moderne Form des Ablasshandels in Bayern
Im Mittelalter war der Ablasshandel gängige Praxis, um das Sündenregister eines Menschen zu tilgen. Vergebung konnte der Sünder durch hohe Geldzahlungen erlangen. Hatte der Sünder ordentlich bezahlt, wurde ihm die Sündenfreiheit durch den Klerus erteilt. Der Ablasshandel wurde so zu einer höchst lukrativen Einnahmequelle im Mittelalter.
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Conservation of lichens – Integration vs Segregation

Epiphytic lichens belong to the prominent indicator groups for changes in forest ecosystems. Owing to a finely balanced but disturbance-prone symbiontic relation between fungi and algae, lichens react quicker and more sensitive to changes in site conditions and their direct environment than higher plants, fungi and animals.
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Die Berücksichtigung von Fledermäusen bei Windradprojekten in Deutschland – mangelhafte Untersuchungsmethoden liefern mangelhafte Ergebnisse

Eine aktuelle Studie der Biologin Johanna Hurst vom Freiburger Institut für angewandte Tierökologie zusammen mit anderen Experten bestätigt erneut: der Bau von Windrädern im Wald führt zu erhöhten Gefährdungen von streng geschützten Fledermausarten. In Wäldern sei mit einer hohen Aktivität der Fledermäuse und damit mit einem hohen Kollisionsrisiko mit Windrädern zu rechnen. Auch der Verlust von Quartieren und Jagdgebieten auf Grund der Waldrodungen stelle eine Beeinträchtigung dar, so das fachliche Urteil der Autoren.
Neue Eulenart in Bayern entdeckt ?
Wilde Wälder braucht unser Land

Unsere Wälder veränderten sich in den zurückliegenden Jahrhunderten grundlegend: Aus ehemals buchenreichen Naturwäldern wurden nadelholzreiche, monotone Forste. Die ökologischen Folgen sind durch die „Roten-Listen“ eindrücklich dokumentiert: Viele Tier-, Pflanzen-, Flechten- und Pilzarten haben ihre Lebensräume im Wald bereits verloren oder sind stark gefährdet. Naturschutzmaßnahmen in unseren Wäldern sind dringend erforderlich. Unser Land braucht, trotz der notwendigen und sinnvollen forstlichen Bewirtschaftung, mehr „wilde Wälder“.
Flechten – ein Leben am Limit

Flechten führen ein Leben am Limit. Sie sind weder Baumschädlinge noch Baumkrankheiten. Flechten sind wichtige Zeigerorganismen für gesunde naturnahe Landschaften und Wälder, für eine reine Luft und eine intakte Umwelt.
Eine Flechte ist ein Pilz, der mit Grünalgen und/oder mit algenähnlichen Cyanobakterien („Blaualgen“) zusammen lebt. Die Außenseite der Flechte bildet der Pilz. In ihm eingeschlossen finden sich Grünalgen und/oder Bakterien. Pilz, Alge und/oder Bakterien leben in enger Lebensgemeinschaft zu gegenseitigem Vorteil. Eine solche Lebensgemeinschaft verschiedener Organismen wird „mutualistische Symbiose“ genannt. Der Pilz schützt mit seiner Oberfläche die Algen vor Austrocknung, schädlicher UV-Strahlung, vor Kälte und vor dem Zugriff algenfressender Kleintiere. Er versorgt den Gesamtorganismus mit Wasser und den darin enthaltenen lebensnotwendigen Spurenelementen. Die Grünalgen liefern dem Pilz ihre Photosyntheseprodukte in Form von Kohlenhydraten bzw. Zucker.
Windräder im Wald vernichten wertvolle Umweltleistungen
Vielleicht haben Sie sich schon einmal folgende Frage gestellt: Welche Umweltleistungen gehen beim Bau von Windrädern im Wald verloren? Für den Bau eines Windrades im Wald muss eine durchschnittliche Fläche von rund 5000 Quadratmeter Wald gerodet werden. Wenn wir einen Bau von 5 Windrädern unterstellen, gehen in einem kalkulierten Betriebszeitraum von 20 Jahren folgende Umweltleistungen, die der Wald erbracht hätte, verloren:
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Aktionsjahr Waldnaturschutz in Bayern hat begonnen
Waldnaturschutz ist jedoch meist ein Fremdwort bei der Waldbewirtschaftung in Bayern. Auch ein Aktionsjahr wird daran wenig ändern. Notwendig wäre eine intensive naturschutzfachliche Aus- und Fortbildung der im Wald Verantwortlichen, verbunden mit einem effektiven Controlling.
Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise der artenreiche Schluchtwald in der Pähler Schlucht im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau viel zu stark durchforstet. Es wurden fast alle starken Altbäume entfernt. Die spezielle Flora und Fauna des Schluchtwaldes wurde durch die extreme Auflichtung vielfach zerstört oder stark geschädigt. Der Einsatz wurde von einem Diplom-Forstwirt geplant und geleitet. (Kurzvideo auf YouTube)
