Enoch zu Guttenberg

Im Gedenken an einen großen Naturschützer

Wir verbrauchen, bis es nichts mehr zu verbrauchen gibt

Selbst wenn ich zuhause bin, habe ich Heimweh. Heimweh nach einer Zeit, die mir – gerade noch – Ein- oder Ausblicke in ein Leben schenkte, in dem die Menschen noch Teil, notwendiger Teil, einer großen Schöpfungssymbiose waren. Gesichter, Dialekte, Dörfer, Städte, Landschaften und die aus all diesem gewachsene Kultur, alles wuchs nicht aus, sondern blieb in ihrer eigenen Form, die Heimat und Identität bedeutete. 

Dieses Leben hat sich aus Europa für immer verabschiedet und machte einem neuen Leben, dem Leben der Verbraucher Platz. Sogar Minister, Verbraucher-Minister, dienen dem neuen System. Dafür wurden Kulturen entwurzelt, geistige und reale Fluren bereinigt, Landschaften zubetoniert und nicht einmal das Klima und seine vertrauten vier Jahreszeiten können sich retten.
Und wir Verbraucher lehren unsere Kinder verbrauchen, bis es nichts mehr zu verbrauchen gibt.

Enoch zu Guttenberg († 15. Juni 2018)

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